München
04.08.2026 - 09:32 Uhr

Wilder Roadtrip durch ein Land im Krieg

Mit „Ein Königreich für eine Schnecke“ erscheint ein skurriler Roman der kanadisch-ukrainischen Autorin Maria Reva, der während des Ukrainekriegs eine überraschende Wendung nahm.

„Ein Königreich für eine Schnecke“ entwirft ein skurriles Szenario, das sich im Laufe der Erzählung an die stark veränderte Aktualität anpasst. (Foto: Illustration) Bild: Frank Rumpenhorst/dpa
„Ein Königreich für eine Schnecke“ entwirft ein skurriles Szenario, das sich im Laufe der Erzählung an die stark veränderte Aktualität anpasst. (Foto: Illustration)

Rebellische Katalogbräute, ahnungslose westliche Junggesellen auf Brautschau und eine exzentrische Schneckenforscherin bilden das eigenwillige Personal eines Romans, der vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs spielt. 

„Ein Königreich für eine Schnecke“ entwirft ein skurriles Szenario, das sich im Laufe der Erzählung an die stark veränderte Aktualität anpasst. Denn noch während des Schreibens wurde die kanadisch-ukrainische Schriftstellerin Maria Reva von der russischen Großinvasion in der Ukraine überrascht und sie gab ihrem Roman eine andere Ausrichtung. 

Die Entführung westlicher Junggesellen als rebellischer Akt wird nun zu einem schrillen Roadtrip durch das kriegsgebeutelte Land. Die eigentliche Hauptdarstellerin aber ist eine einzigartige, jetzt akut vom Krieg bedrohte Schnecke, die die Wissenschaftlerin unter allen Umständen retten will. Dafür nimmt sie auch größte Gefahren in Kauf und die anderen quasi in Geiselhaft.

Klingt fantastisch? Ist es auch. Doch trotz mancher Ungereimtheiten ist diese abenteuerliche Geschichte über eine wild zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft in Zeiten des Krieges ein durchaus humorvolles Lesevergnügen abseits eingefahrener Wege.

© dpa-infocom, dpa:260804-930-481146/1

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