21.08.2019 - 17:50 Uhr
NabburgDeutschland & Welt

Nabburger Sommernachtsträume

Die Jubiläumsausgabe der Nabburger "Schmidtsommernächte" war eine Punktlandung: Nicht nur aus musikalischer Sicht, auch das Wetter spielte mit.

von Autor KBWProfil

Seit 25 Jahren beleben die "Schmidtsommernächte" im August die Nabburger Altstadt: Vier Veranstaltungen in sieben Tagen. Den Anfang machten Steffi Denk und Anne Schnell zusammen mit ihrer "Yellow Cab-Boygroup" Matthias Klimmer, Maximilian Maier und Florian Kopp. Eine lauschige Sommernacht und eine blendend aufgelegte Steffi Denk. Die Taxler von "Yellow Cab" verstehen sich einfach - menschlich und musikalisch. Und das kommt rüber. Spontan agieren sie mit Publikum und untereinander, spielen Songs an, die sich nie und nimmer in ihrem Repertoire befinden.

Zur Einstimmung auf das "Kino für alle Sinne" gab es, ganz wie im Tatort, dem Gasthaus Löschenkohl in der österreichischen Provinz, Backhendl, Gulasch und Brenners Lieblingsgetränk: Puntigamer Bier. Auf dem Programm stand "Der Knochenmann", die dritte Verfilmung der rabenschwarzen Krimi-Reihe von Wolf Haas um den Privatdetektiv Simon Brenner, gespielt von Josef Hader.

Drei absolute Spitzenmusiker aus München - ein Glücksgriff zum Jubiläum - befassten sich schließlich zur "All you need is Love"-Premieren-Jubiläums-Gala mit Irrungen und Wirrungen, der Leidenschaft, der Tragik, den Hochgefühlen um die Liebe anhand ausgewählter Nummern verschiedenster Stilrichtungen und Epochen. Den Ton gibt der klassisch an der Klavier-Meisterschule Wien ausgebildete Christoph Pauli am E-Flügel an. Vor einer Karriere als Solist im Konzertsaal war dieser auf Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder getroffen, durch die er den Weg zur E-Musik fand. Karriere machte er unter anderem als musikalischer Leiter in Thomas Gottschalks "Late Night Show". Bis auf ein Solo, in dem er sein überragendes Können zeigt, stellt er sich an diesem Abend aber voll in den Dienst seiner Mitstreiter. Da wäre Kerstin Heiles, Sängerin mit überschäumendem Temperament und einer Wahnsinnsstimme. Sie kann die Diva und das Mädchen, Songs von Jazzlegenden wie Nina Simone, Rockhymnen, Schlager aus der Zeit einer Peggy March. Und sie kann mit dem Publikum. Sie wirbelt über die Bühne, durch den Innenhof, beherrscht die große Pose, nimmt sich selbst aber dabei augenzwinkernd nicht wirklich ernst. An ihrer Seite, als Gegenpart scheinbar ruhig und bescheiden, steht Alexander Haas mit Bass und Gitarre, dessen herrliche Stimme die der Kerstin Heiles perfekt unterstützt und verstärkt.

Zum Abschluss der Schmidtsommernächte dann noch perfektes Frühschoppenwetter. Zum Frühstück grooven die "Jungs" von den "Nordgau Monophones". Bekannte, "lässige" Klassiker aus 60er und 70er-Jahren stehen auf dem Programm. Die Musiker, die offensichtlich viel Spaß an ihrer Musik haben, sorgen für prächtige Laune und einen gelungenen Abschluss der Schmidtsommernächte.

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