Neumarkt i. d. Opf.
25.02.2026 - 10:28 Uhr

Verdächtiger in Betrugsverfahren in Neumarkt festgenommen

Ein 69-jähriger Mann wird im Landkreis Neumarkt wegen Verdachts auf Anlagebetrug festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

Ein 69-jähriger Mann wird im Landkreis Neumarkt wegen Verdachts auf Anlagebetrug festgenommen. Die Ermittlungen laufen. Symbolbild: Alexandra Stolze
Ein 69-jähriger Mann wird im Landkreis Neumarkt wegen Verdachts auf Anlagebetrug festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

Im Landkreis Neumarkt wurde am Montag ein 69-jähriger Mann aus Niedersachsen vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, in einen groß angelegten Anlagebetrug verwickelt zu sein, bei dem ein 60-jähriger Geschädigter über Monate hinweg mit falschen Versprechungen zur Zahlung hoher Beträge verleitet wurde. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Bereits im Mai 2025 hatte der Geschädigte laut Mitteilung der Polizei Anzeige wegen Anlagebetrugs erstattet, nachdem er auf betrügerische Angebote hereingefallen war und eine Summe im unteren fünfstelligen Eurobereich überwiesen hatte. Rund drei Monate nach der Anzeige wurde der Mann erneut von unbekannten Tätern kontaktiert, die ihm vermitteln wollten, dass er noch sogenannte „Servicegebühren“ für eine Auszahlung zahlen müsse. Über mehrere Monate hinweg wurde der Geschädigte per E-Mail durch sogenannte „Broker“ immer wieder zu Zahlungen in Höhe von insgesamt über 300.000 Euro aufgefordert, wobei er das Geld auf maltesische Kontonummern überwies.

Im Februar 2026 meldete der Geschädigte, dass einmal ein Mann und ein anderes Mal eine Frau zu seinem Wohnanwesen gekommen seien. Sie gaben an, im Auftrag des vermeintlichen Anlageberaters zu handeln und mit ihm sprechen zu müssen. Die Angehörigen des Geschädigten wiesen beide Personen ab. Am Montag informierte der Mann die Polizei erneut, dass ein angeblicher „Vertreter“ zu ihm gekommen sei und sich in seinem Haus aufhalte. Dank des Zutuns des 60-jährigen Geschädigten gelang es der Polizei, den 69-jährigen deutschen Tatverdächtigen vor Ort festzunehmen.

Der Tatverdächtige wurde nach Beendigung der Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Um Betrugsversuche wie diesen frühzeitig zu erkennen und sich davor zu schützen, ist es entscheidend, aufmerksam zu sein und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Oberpfälzer Polizei gibt hierzu folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie unerwartet von „Brokern“ oder „Vertretern“ kontaktiert werden, die hohe Gewinne oder Auszahlungen versprechen.
  • Zahlen Sie niemals Geld für vermeintliche „Servicegebühren“, „Verwaltungsgebühren“ oder ähnliche Forderungen, insbesondere wenn diese über E-Mail oder telefonische Kontaktaufnahme gestellt werden.
  • Achten Sie darauf, dass seriöse Unternehmen keine Zahlungen über private Konten oder im Ausland verlangen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und holen Sie bei verdächtigen Angeboten immer eine zweite Meinung ein.
  • Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen wenden Sie sich umgehend an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Erstellt auf Grundlage von Polizeiinformationen und KI-Auswertung.

 
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