Faschingszüge: Sicherheit in der Oberpfalz nach Volkmarsen

War die Sicherheit der Oberpfälzer Maschkerer nach den Anschlägen in Hanau und Volkmarsen gesichert? Ein Interview mit Arthur Troidl, Präsident der Vereinigung Ostbayerischer Faschingsgesellschaften.

Faschingszug Neustadt: Tausende Menschen feiern auf der Straße.
von Maria Oberleitner Kontakt Profil

In Ostbayern waren mindestens 150 000 bis 200 000 Feiernde beim Faschingstreiben auf der Straße unterwegs, schätzt Arthur Troidl. Konnten sich die Maschkerer - trotz der Anschläge in Hanau und Volkmarsen- auf den Straßen sicher fühlen? Und welche Auswirkungen haben die Ereignisse für Fasching 2021? Drei Fragen an Arthur Troidl, Präsident der Vereinigung Ostbayerischer Faschingsgesellschaften.

ONETZ: Wenn Sie auf die Faschingszüge in Ostbayern zurückblicken - wie verliefen die Veranstaltungen im Schatten von Hanau und Volkmarsen?

Arthur Troidl: Arthur Troidl: Ich denke, die Ostbayern haben Fasching gefeiert, wie sie Fasching feiern wollten. Trotzdem wurde nach den Ereignissen die Polizeipräsenz erhöht und die Faschingsaktiven waren hellhöriger, haben mehr auf ihre Umgebung geachtet - trotzdem war die Stimmung unbeschwert.

ONETZ: Wurde nach den Vorfällen in Erwägung gezogen, Ostbayerische Faschingszüge abzusagen?

Nein. Und das finde ich auch gut. Fasching und Faschingszüge sind ein Teil unserer Kultur - wenn man sie absagt, dann würde man das Faschingstreiben einschränken.

ONETZ: Wünschen Sie sich für das Jahr 2021 weitere Sicherheitsvorkehrungen für Faschingszüge?

Nein. Ich denke, so wie es ist, so passt es. Die Sicherheitskonzepte der Faschingszüge sind jeweils mit der Polizei vor Ort abgesprochen und Security-Teams sind vor Ort, bei den Veranstaltungen in Sälen gibt es Einlasskontrollen. Noch mehr Sicherheit - so glaube ich - geht nicht mehr. Und noch mehr Polizeipräsenz beunruhigt man die Feiernden eher. Und es ist schließlich auch wichtig, dass sich die Feiernden sicher fühlen.

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