Herbe Niederlage für DJK in Goldbach

Eines war im vornherein klar: Um beim TV Goldbach zu gewinnen, muss alles passen. Bei dem Not-Team, das die Neustädter Basketballer nach Unterfranken schicken können, hätte es ein kleines Basketballwunder gebraucht. Das bleibt aber aus.

Auch eine stark Leistung der DJK-Center (am Ball Ondrej Stych ) konnte die deutliche 67:95-Niederlage nicht verhindern.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

An der klaren 67:95 (35:47)-Niederlage des nur zu siebt angetretenen Tabellenfünften beim Titelanwärter am Samstag gab es nichts zu rütteln. Zwei Dreier der Goldbacher in Folge sorgten zum Ende des ersten Viertels (29:19) für eine erste größere Führung. Neustadt hielt im zweiten Abschnitt zwar noch gut dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass der Vorsprung des Regio1-Absteigers in der zweiten Hälfte wuchs.

„Die Chance, noch einmal ranzukommen war eigentlich nie da. Dazu fehlte uns die Durchschlagskraft“, analysierte DJK-Coach Stefan Merkl. „Vor allem bitter war, dass Liam Archer kurzfristig nach einer Augenverletzung im Freitagstraining passen musste, und Tobi Merkl wegen Grippe nicht dabei sein konnten.“ Die Defizite auf den kleinen Positionen durch Langzeitverletzte verschärften sich auch im Spiel weiter. Der zuletzt starke Sebastian Fritsch, der angeschlagen in die Begegnung ging, verletzte sich nach harten, ungeahndeten Kontakten schwer am Fußgelenk.

„Danach hatten wir kaum Wechselmöglichkeiten und mit Aaron Scott und Nic Mötsch nur noch zwei Spieler für den Aufbau und den Flügel. Damit konnten wir die sehr schnellen Guards Goldbachs nicht mehr vor uns halten“, erläutert Merkl. „Auf Zone konnten wir auch nicht umstellen, da sie beim Versuch gleich vier offene Dreier versenkten. Da waren sie zu stark“. Am Ende gelangen Goldbach trotzdem 13 Treffer jenseits der Drei-Punkte-Linie. Allen voran der Litauer Tadas Jagela (31 Punkte/5 Dreier) war nicht zu verteidigen.

Was Merkl wurmte, war die Höhe der Niederlage auch angesichts des knappen 77:82 im Hinspiel. „Wir haben trotz allem zu hoch verloren", sagte der DJK-Trainer. „Offensiv haben wir eigentlich stark begonnen und den Ball immer wieder auf unsere Großen gebracht, die die kleineren Goldbacher Center überpowert haben.“ Und das, obwohl Goldbach im Titelkampf aufgerüstet hatte. In der Winterpause kam das französische Center-Talent Yanis Dauphin (22 Jahre, 2,05 Meter) aus Italien. Der hatte im eins zu eins gegen Neustadts Big-Men aber einen schweren Stand. Jonas Meißner und Ondrej Stych punkteten stetig. „Aber wir haben trotz sehr harter Gangart dort kaum Fouls zugestanden bekommen“, bedauerte Merkl. Drei unsportliche Fouls, zwei technische Fouls für Merkl selbst („Ich wollte einfach die Spieler schützen“) sowie die sehr schwache Freiwurfquote (16/30) verschlechterten das Ergebnis weiter. Nun gilt es für die DJK, das Spiel abzuhaken und in den kommenden Spielen gegen Teams aus dem Tabellenkeller zu punkten.

DJK: Stych (18 Punkte/3 Fouls), Scott (18/4), Meißner (17/3), Aßheuer (9/2), J. Sailer (3/4), Fritsch (2/0) und Mötsch.

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