Ohne Sieben bei "Neunern"

Ein Blick auf die Tabelle weist die Neustädter Basketballer als klaren Favoriten bei den bisher sieglosen Niners Chemnitz 2 aus. Doch DJK-Coach Merkl sagt, ohne tiefzustapeln: "Das wird eines unser härtesten Auswärtsspiele der Saison."

Viele Alternativen hat Neustadts Coach Stefan Merkl beim Auswärtsspiel in Chemnitz wohl nicht auf der Bank. Bei sieben fehlenden Stammspielern dürfte das DJK-Team ein neues, jüngeres Gesicht bekommen.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Dabei scheint das das Match des Vierten der 2. Regionalliga Nord beim Tabellenvorletzten am Samstag (Anwurf: 14 Uhr) eigentlich eine gute Chance, nach Duellen gegen die Topteams wieder etwas für das Punktekonto zu tun. "Ich weiß zwar sehr wohl, dass die Tabellensituation das nicht aussagt, aber wir sind einfach in keiner guten Verfassung momentan", bedauert Stefan Merkl. "Die lange Pause und unvorhergesehene Ausfälle treffen das Team unglaublich hart." Damit meint der Coach sieben Spieler quer durch alle Mannschaftsteile, die am Samstag sicher fehlen werden. Verletzungen, Sperren und private Termine lassen den DJK-Kader zusammenschrumpfen. Besonders bitter: Viele Schlüsselspieler sind nicht dabei.

Auch die bisher fünf Niederlagen der Sachsen relativieren sich mit einem genaueren Blick auf der Ergebnisse, der knappe Niederlagen und punktereiche Schlagabtausche offenbart. Zudem ist die Reserve des Zweitliga-Tabellenführers Niners Chemnitz das gefährlichste Team der Liga jenseits der Dreierlinie. Die Distanzschützen um die ProA-erfahrenen Leon Hoppe (19 Punkte/4 Dreier im Schnitt) und Yannick von Hain (13/3) erzielten stolze 58 Dreier in 5 Begegnungen. Zum Vergleich: Der DJK gelangen bisher die wenigsten, nämlich 26. "Aufpassen müssen wir auf Chemnitz vor allem auf die Werfer, aber auch die am Brett spielenden Mario Nagler und Kevin Kollmar", sagt Merkl. "Da parallel kein Spiel der ersten Mannschaft von Chemnitz ist, werden wir es mit allen vier zu tun bekommen", glaubt der Neustädter Coach. "Das wird dann unglaublich schwer für uns."

Zumal die Trainingseinheiten unter der Woche laut Merkl nicht so gelaufen sind, wie er sich das vorgestellt hatte. Auch auf die gute Entwicklung als Team, die sich zuletzt beim Erfolg gegen Gotha zeigte, kann die Rumpftruppe, die nach Chemnitz fahren wird, kaum bauen. Die Ausgangslage könnte besser sein, an der Marschroute der DJK ändert sich aber nichts. "Es ist für uns ein Must-win. Auch auswärts, auch unter diesen Bedingungen", gibt sich Merkl kämpferisch. "Ich nehme da unser Team trotzdem in die Pflicht."

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