06.05.2020 - 09:56 Uhr
NürnbergDeutschland & Welt

Mit Eisenstangen: Jugendliche verabreden sich zu Massenschlägerei in Nürnberg

Mit Eisenstangen bewaffnet gehen einige Dutzend Jugendliche in Nürnberg aufeinander los. So schildern es Zeugen der Polizei. Am Tag nach der Schlägerei stellt sich die Frage nach dem Warum. Ermittler erhoffen sich von Handys Hinweise.

Zahlreiche Streifenwagen und Zivilfahrzeuge der Polizei stehen auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof in Nürnberg. Dort haben sich 40 Jugendliche offenbar gezielt für eine Massenschlägerei verabredet.
von Agentur DPAProfil

Nach der Massenschlägerei von 40 Jugendlichen in Nürnberg haben die Ermittler noch keine Erkenntnisse über die Motive. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe der Polizei soll jetzt die Handys auswerten, die die Beamten bei den Verdächtigen sichergestellt haben, da sich diese möglicherweise per Chat zu der Schlägerei verabredet haben, wie es am Mittwoch hieß.

Zeugen hatten den Beamten berichtet, dass die Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren am Dienstagabend unter anderem mit Eisenstangen aufeinander einprügelten. Als die Polizei eintraf, seien einige Beteiligte geflüchtet. Gut zwei Stunden später wollten sich Jugendliche derselben Gruppe am Hauptbahnhof erneut prügeln. Die Polizei schritt ein und verhinderte nach eigenen Angaben eine weitere Massenschlägerei.

Bei den Beteiligten handle es sich um eine bunt gemischte Truppe aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, sagte ein Polizeisprecher. Seine Kollegen nahmen am Dienstagabend zehn Beteiligte in Gewahrsam. Danach wollten einige Jugendliche den Angaben nach festgenommene Mitstreiter befreien. Ein Beamter sei bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Als sich die Jugendlichen ausweisen sollten, habe ein 16-Jähriger einem Beamten mit der Faust gegen den Kopf geschlagen. Der 29-Jährige sei leicht verletzt worden, sei aber weiter dienstfähig gewesen. Zudem hätten andere Jugendliche versucht, die Festgenommenen zu befreien. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein.

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Kommentare

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Günter Kellner

In den 80ern wurde sowas am WAA Bauzaun mindestens als Landfriedensbruch bezeichnet. Die Menschen am Zaun und vermutlich nicht CSU Wähler als Verbrecher verunglimpft. Die 40 Deppen dürfen vermutlich mit irgendwas rechnen. Aber nicht mit einer Strafe.

06.05.2020