Nürnberg
03.05.2022 - 10:51 Uhr

Gefährliche Briefe bei Commerzbank eingegangen

Nach dem Vorfall in einer Filiale in Nürnberg, bei dem eine Stichflamme aus einem Brief kam, gingen im April weitere präparierte Kuverts bei Commerzbank-Filialen ein.

Das Logo der Commerzbank ist an einer Filiale angebracht. Symbolbild: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild
Das Logo der Commerzbank ist an einer Filiale angebracht.

Nach dem Erpressungsversuch der Commerzbank mit einem gefährlichen Brief an eine Nürnberger Filiale sind weitere präparierte Sendungen bei Tochtergesellschaften eingegangen. Menschen seien in diesem Zusammenhang nicht zu Schaden gekommen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag mit. Die Briefe seien im April an die Filiale eines Vermögensverwalters in Wiesbaden und an einen Immobilienbewerter in Stuttgart geschickt worden.

Am 24. März war es in einer Commerzbank-Filiale in Nürnberg zu einer Stichflamme gekommen, als eine Angestellte ein Kuvert geöffnet hatte. Der Brief enthielt eine mechanische Konstruktion, die beim Öffnen eine chemische Reaktion auslöste. Die Frau blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Nach Angaben der Polizei will der Absender des Briefes Geld von der Bank erpressen. Er habe gedroht, weitere gefährliche Briefe an Filialen sowie Kunden zu schicken, sollte er das geforderte Geld nicht bekommen.

Das bayerische Landeskriminalamt konnte Spuren des Täters an dem Brief in der Nürnberger Filiale sichern. Bei der Untersuchung der beiden verdächtigen Sendungen aus Wiesbaden (21. April) und Stuttgart (22. April) wurde festgestellt, dass zwischen den drei Briefsendungen ein Tatzusammenhang besteht. Aufbau und Spuren ließen darauf nach derzeitigen Ermittlungsstand schließen, hieß es. Die Spuren werden derzeit mit bundesweiten und europäischen Datenbanken abgeglichen.

 
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