Das Veterinäramt des Landratsamtes Nürnberg hat bei einer unangekündigten Kontrolle Reptilien entdeckt, die ein Mann nicht haben dürfte. Das Team des Veterinäramtes entdeckte eine Sammlung von rund 140 Schlangen, Skorpionen, hunderten Spinnen und Futtertiere für diese. Die Tiere sind derzeit in Auffangstationen untergebracht, heißt es auf der Seite des Veterinäramtes.
Das Amt fand nach Hinweisen heraus, dass der Mann Schlangen im Internet zum Verkauf anbot. Darunter befanden sich Tiere, die man nicht ohne Papiere und Erlaubnis halten darf. Neben vier Schlangen und einer Vielzahl an Spinnen im Wohnhaus des Mannes, fand das Einsatzteam in einem leerstehenden Haus weitere 137 Schlangen. Die vernachlässigten Tiere lebten in zu kleinen mit Fäkalien verschmutzten Terrarien oder Plastikschubladen. Unter den Reptilien befanden sich eine Vogelspinne, Riesen- und Giftschlangen. Ohne Sachkundenachweis dürfe man diese nach Angaben des Veterinäramtes nicht halten. Über 200 Ratten und Mäuse zum verfüttern konnten ebenfalls sichergestellt werden.
Die Schlangen zeigen neben dem vernachlässigten Zustand auch Überzüchtungs-Symptome auf. Eine der Schlangen hatte Narben und eine Lähmung ab der Körperhälfte. Sie verstarb kurz nach der Rettung. Auch die kleinen Säugetiere erlitten Qualen unter ihrem Halter. Neben einer Gefriertruhe mit einer Vielzahl an toten Säugern, gab der Mann an, dass er illegal lebende Tiere an die Schlangen verfüttere. Der Mann besitzt neben den fehlenden Kenntnissen und Nachweisen zur Haltung der Tiere, keinen Nachweis, der ihm erlaubt Säuger zu töten, um diese zu verfüttern.
Die Veterinäre gehen davon aus, dass einige Tiere aufgrund der schlechten Haltung getötet werden müssen. Die Kriminalpolizei Nürnberg ist für den Fall zuständig und ermittelt gegen den Mann.













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