03.07.2018 - 19:43 Uhr
NürnbergDeutschland & Welt

"Wir müssen mehr als andere tun"

Da kennt der Köllner Michel nix: Der Club-Trainer gibt am Dienstag beim Trainingsauftakt des Erstliga-Aufsteigers 1. FC Nürnberg einen kleinen Vorgeschmack, was seine Spieler so in den nächsten Wochen erwartet.

Trainer Michael Köllner (3. von rechts) spricht zu den Spielern.
von Josef Maier Kontakt Profil

Nürnberg. Gerechnet worden war eigentlich mit einem leichten Aufgalopp. "Das war's doch auch", sagte Michael Köllner augenzwinkernd. Am Dienstagnachmittag legte der Club mit dem Training los und die erste Trainingseinheit dauerte gleich mal zweieinviertel Stunden. "Letztes Jahr wars noch länger. Da waren es fast drei Stunden", erinnerte sich der Trainer, der aus Fuchsmühl (Kreis Tirschenreuth) stammt, amüsiert.

Nürnberg.Gerechnet worden war eigentlich mit einem leichten Aufgalopp. "Das war's doch auch", sagte Michael Köllner augenzwinkernd. Am Dienstagnachmittag legte der Club mit dem Training los und die erste Trainingseinheit dauerte gleich mal zweieinviertel Stunden. "Letztes Jahr war's noch länger. Da waren es fast drei Stunden", erinnerte sich der Trainer, der aus Fuchsmühl (Kreis Tirschenreuth) stammt, amüsiert.
Jetzt geht's los: Erstmals seit vier Jahren bereitet sich der 1. FC Nürnberg mal wieder auf eine Erstliga-Saison vor. Gut 500 Fans waren auf den Max-Morlock-Platz am Valznerweiher gekommen. Köllner begrüßte die Anhänger per Mikrofon und probierte dann gleich ein paar Spielformen aus. "Wir können nicht rumtrödeln. Jeder Tag ist wichtig." Knapp acht Wochen haben die Franken bis zum ersten Bundesligaspiel bei Hertha BSC Berlin Zeit. "Wir müssen sicherlich mehr als andere tun", verriet der Oberpfälzer weitere Trainingsdetails. Der erste Vorbereitungsblock geht bis zum Spiel bei den Würzburger Kickers am 21. Juli. Ende Juli folgt das Trainingslager in Südtirol.
Der eine oder andere Fan schaute derweil schon ein bisschen skeptisch auf den Platz: Ob mit der jungen Aufstiegstruppe der Klassenerhalt drin ist? Bis auf Torwart Christian Mathenia sind die weiteren Neuzugänge No-Names: Törles Knöll (vom HSV), Kevin Goden (vom 1. FC Köln) und Timothy Tillman (Leihe vom FC Bayern II) sind alles Entwicklungsspieler. Köllner mahnt Geduld an: "Wir verschießen unser Pulver nicht vorher." Man beobachte den Markt schon seit Monaten ganz genau. Und er erinnert an das Beispiel Ewerton: Der brasilianische Abwehrspieler kam vergangene Saison erst auf den letzten Drücker und wurde ein wichtiger Stabilisator.
Natürlich sieht der Trainer schon noch Bedarf für weitere Neue, aber er rückt auch immer wieder die Aufstiegsmannschaft in den Fokus: "Wir hatten letzte Saison eine sehr gute Abwehr, das torgefährlichste Mittelfeld der zweiten Liga und vorne mit Mikael Ishak einen, den auch andere Vereine gerne hätten." Bei möglichen Neuzugängen schaut er nicht nur auf das Fußballerische: "Unser großes Faustpfand ist die Mannschaft, ihr Charakter." Wenn da jemand reinkäme, der nicht passe, "dann geht es schnell in die falsche Richtung". Köllner setzt auch darauf, dass sich seine jungen Spieler aus der Vorsaison weiterentwickeln. "Ich bin schon gespannt, was ein Eduard Löwen macht oder ein Lukas Mühl."
Und natürlich ist er auch gespannt was Sebastian Kerk macht. Der torgefährliche Mittelfeldmann ist eigentlich Neuzugang Nummer fünf. Vergangene Spielzeit kam er vom 1. FC Kaiserslautern und riss sich im dritten Spiel gegen Union Berlin die Achillessehne. Bereits in der Saison 2015/2016 war der 24-Jährige an den Club ausgeliehen. "Es ist quasi mein dritter Neuanfang in Nürnberg", rechnete Kerk vor. Bis auf zwei Wochen Urlaub auf Bali trainierte er in der Sommerpause durch. Kapitän Hanno Behrens genoss dagegen die freie Zeit in vollen Zügen und gruselt sich ein bisschen vor der Vorbereitung: "Laufen macht mir eigentlich keinen Spaß." Die gute Laune dürfte sich bei Behrens in den nächsten Wochen in Grenzen halten."

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