Nürnberg
27.07.2025 - 15:41 Uhr
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Nürnberg-Kolumne: Frauenmilchbank am Südklinikum hilft Frühchen

Unser Kollege Günter Kusch beobachtet das Geschehen in der Frankenmetropole. Heute geht es um einen Franken-Tatort, den neuen Club-Hauptsponsor und Muttermilch für Frühchen.

Auf der Kinder-Intensivstation des Nürnberger Südklinikums werden jährlich bis zu 70 extrem kleine Frühchen versorgt. Damit immer genug Milch für sie da ist, wurde nun eine Frauenmilchbank eingerichtet. Bild: Holger Hollemann
Auf der Kinder-Intensivstation des Nürnberger Südklinikums werden jährlich bis zu 70 extrem kleine Frühchen versorgt. Damit immer genug Milch für sie da ist, wurde nun eine Frauenmilchbank eingerichtet.

Stundenhotel

In einem Nürnberger Stundenhotel wird der Travestiekünstler Elias Schaller (Moritz Bock) aufgefunden – brutal erstochen. Für Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und seine neue Kollegin Emilia Rathgeber (Rosalie Thomass) sieht zunächst alles nach einem Gewaltverbrechen im Rotlichtmilieu aus. „Gottesgraten“, so wird laut BR der neue Franken-Tatort heißen. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen, der Mordfall ist der erste für das Team in neuer Besetzung. Nach und nach entpuppt sich der Streifen als „komplexes Rätsel, bei dem sich die große Frage nach Recht und Gerechtigkeit stellt“, erklärt Autor Constantin Lieb. Ausgestrahlt wird der Film erst 2026 – manch Ermittlungen dauern eben länger.

Hightechsponsor

Die Suche nach einem Hauptsponsor war für Niels Rossow schwierig. Nun kann der kaufmännische Vorstand des 1. FCN aufatmen: endlich prangt das Firmenlogo von „toolcraft AG“ auf den T-Shirts. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Georgensgmünd und Spalt ist „Vorreiter in zukunftsweisenden Technologien“. Dazu zählen die Additive Fertigung und der Bau von Turn-Key-Roboterlösungen. „Turns“ gibt es zwar auch bei Kickern, sie täuschen damit ihre Gegner. Bei toolcraft aber fragen danach Marktführer der Luft- und Raumfahrt sowie der Medizintechnik. Immerhin: der Motorsport gehört zu ihren Kunden. Letztlich geht es um Sponsoring, toolcraft soll bis Sommer 2026 knapp 1,5 Millionen Euro löhnen.

Spendermilch

Auf der Kinder-Intensivstation des Nürnberger Südklinikums werden jährlich bis zu 70 extrem kleine Frühchen versorgt. Wenn Frühchen-Mütter noch keine oder zu wenig Milch haben, rettet man das Leben ihrer Babys oft mit Spendermilch. Damit sie länger hält, wurde nun die erste Frauenmilchbank der Region eingeweiht. Angeregt hat sie Chefarzt Christoph Fusch: „Wir haben viele Mütter von Frühgeburten oder auch reif geborenen Babys ab der 37. Schwangerschaftswoche, die mehr Milch haben, als ihre eigenen Kinder verbrauchen.“ Diese Milch wurde schon bisher eingefroren, es gab aber zu wenig Kühlschränke. Mit der Frauenmilchbank wird nun die Zeit überbrückt, bis andere Frühchen-Mütter selbst stillen können.

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Nürnberg18.07.2025
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