Nürnberg
07.02.2026 - 15:55 Uhr

Streik in Nürnberg und München: Busse, Straßen- und U-Bahnen stehen am Mittwoch still

Die Gewerkschaft Verdi ruft am 11. Februar 2026 zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr in München und Nürnberg auf. Betroffen sind U- und Straßenbahnen sowie Buslinien.

Am Mittwoch, 11. Februar, wird der ÖPNV in Nürnberg und München bestreikt. Symbolbild: Felix Hörhager/dpa
Am Mittwoch, 11. Februar, wird der ÖPNV in Nürnberg und München bestreikt.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, 11. Februar 2026, einen ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in München und Nürnberg angekündigt. Betroffen sind die U- und Straßenbahnen sowie die Buslinien, die nicht von privaten Omnibusunternehmen betrieben werden. Die S-Bahn ist nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben wird, wie die Gewerkschaft mitteilt.

Forderungen der Gewerkschaft

Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro, eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden sowie eine Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden. Diese Maßnahmen sollen die hohe Belastung im Schichtbetrieb reduzieren und sind ein zentraler Baustein des Gesundheitsschutzes, so die Gewerkschaft. Bereits am 2. Februar hatten die bayerischen Verkehrsbetriebe gestreikt, um Bewegung in die Tarifrunde zu bringen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) kritisierte die Streikmaßnahmen als bundesweit koordiniert und vom Stand der Verhandlungen in Bayern abgekoppelt. Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen bei Verdi in Bayern, betonte, dass die Probleme im ÖPNV bundesweit ähnlich seien und die bayerischen Kolleginnen und Kollegen mit dem Streik für ihre legitimen Forderungen eintreten.

Hintergrund der Tarifverhandlungen

In Bayern gibt es einen Tarifvertrag Nahverkehr, der sowohl die Entgelte als auch die Arbeitsbedingungen regelt. Die Gewerkschaft strebt eine Trennung der Tarifverträge an, um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nicht gegen Entgelterhöhungen ausspielen zu müssen. Die Gewerkschaft fordert eine bundesweite Angleichung der Arbeitsbedingungen auf hohem Niveau und weist darauf hin, dass ein verlässlicher ÖPNV nur mit ausreichend Personal möglich ist. Eine solide Finanzierung sei notwendig, die von Ländern und dem Bund mitgetragen werden müsse.

Erstellt auf Grundlage von Gewerkschaftsinformationen und KI-Auswertung.

 
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