Nürnberg
18.02.2026 - 13:48 Uhr

Verdächtige Substanz in Gewerkschaftshaus in Nürnberg löst Feuerwehreinsatz aus

Im Verdi-Gewerkschaftshaus in Nürnberg wird ein Brief mit weißem Pulver gefunden - und einer Drohung. Die Substanz entpuppt sich schließlich als harmlos

Die Feuerwehr war mit einem Dekontaminationsteam im Einsatz. Bild: Sven Grundmann/NEWS5/dpa
Die Feuerwehr war mit einem Dekontaminationsteam im Einsatz.

Ein Umschlag mit verdächtigem Inhalt bei der Gewerkschaft Verdi hat einen größeren Rettungseinsatz in Nürnberg ausgelöst - sich aber letztlich als harmlos herausgestellt. In dem Brief seien ein verdächtiges weißes Pulver und ein Drohschreiben gewesen, sagte der Sprecher der Nürnberger Stadtverwaltung, Andreas Franke.

"Bei dem Pulver handelt es sich um keine gefährliche Substanz", teilte die Stadtverwaltung mit, nachdem Spezialkräfte der Münchner Feuerwehr und Experten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Stoff untersucht hatten. Elf Personen in der betroffenen Etage des Gewerkschaftshauses müssten zunächst weiterhin im Gebäude bleiben. Alle anderen könnten den Bau verlassen.

Vorsorglich in Quarantäne

Drei Menschen im Gewerkschaftshaus am Kornmarkt hatten dem Sprecher zufolge direkten Kontakt zu der Substanz. Bei acht weiteren Personen auf dem Stockwerk sei noch unklar, ob diese in Berührung mit dem Pulver gekommen seien.

"Eine Person, die unmittelbar mit der Substanz in Kontakt kam, zeigte sich infolge des Ereignisses psychisch stark belastet und galt dadurch als mittelschwer erkrankt", teilte Sohrab Taheri-Sohi vom Bayerischen Roten Kreuz mit. "Sie befindet sich in Quarantäne und wird betreut." Die anderen zehn Personen waren vorsorglich in Quarantäne.

Feuerwehr mit mehreren Dutzend Einsatzkräften

Das Gewerkschaftshaus war zwischenzeitlich von den Sicherheitskräften abgesperrt worden. Die Feuerwehr rückte laut Franke mit mehreren Dutzend Einsatzkräften an und baute vorsorglich eine Dekontaminationsstraße auf.

Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Hintergründen. Welchen Inhalt das Drohschreiben hat, wollte ein Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

© dpa-infocom, dpa:260218-930-703599/1

 
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