Es ist eine der forderndsten Spezialisierungen für einen Mediziner, auch wenn sie keine ist, die von vielen auf Anhieb genannt werden würde. Der Landarzt, eine immer seltener werdende Mischung aus Vertrauensperson und medizinisch-fachlichem Allrounder.
Die neuen Zahlen des Bundesarztregisters entwerfen ein bedenkliches Bild mit zwar gut versorgten Städten, aber sich weiter verschärfendem Ärztemangel auf dem Land. Unter den Schlusslichtern auch zwei Nordoberpfälzer Landkreise.
Dass die Ärzte in Ballungsräumen - zumindest im Facharztbereich - auch das Umland mitabdecken, ist kaum ein Trost. Denn Grundvoraussetzungen bei Ärzten in einer alternden Gesellschaft sind unmittelbare Nähe und Verfügbarkeit.
Ein Teil der jungen Mediziner scheut diesen Status eines omnipräsenten "Einzelkämpfers" mit 60-Stunden-Woche oder das Risiko einer Praxisübernahme. Sie bevorzugen Jobs in Kliniken oder berufsfremden Bereichen. Doch es reicht nicht, fehlende Landärzte alleine am Bedürfnis für eine bessere Life-Work-Balance festzumachen.
Die allgemeine Lebensqualität ist aber ein wichtiger Ansatz parallel zu mehr Studienplätzen, wirtschaftlichen Anreizen und weniger Hürden bei der Niederlassung. Statt in Zentren gilt es, in den ländlichen Raum zu investieren, ihn in jeder Hinsicht attraktiver zu machen. Nur wenn das Landleben kein ödes ist, lässt man sich gerne dort nieder, auch als Arzt.













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