07.01.2026 - 04:13 Uhr

Nvidia-Chef: Bleibe in Kalifornien auch bei Reichensteuer

Eine neue Abgabe für Milliardäre in Kalifornien ist zwar noch lange nicht beschlossene Sache - aber einige Tech-Reiche suchen bereits das Weite. Der Chef eines KI-Aufsteigers will jedoch bleiben.

Jensen Huang will dem Silicon Valley auch im Falle einer Milliardärs-Steuer nicht den Rücken kehren. (Archivbild) Bild: John Locher/AP/dpa
Jensen Huang will dem Silicon Valley auch im Falle einer Milliardärs-Steuer nicht den Rücken kehren. (Archivbild)

Die Aussicht auf eine mögliche Milliardärs-Steuer in Kalifornien spaltet das Silicon Valley. Einige Superreiche leiteten bereits den Rückzug auf dem Bundesstaat ein, während andere abwinken. So sagte Nvidia-Chef Jensen Huang dem Sender Bloomberg TV, er habe nicht einmal darüber nachgedacht, wegzuziehen. „Wir haben uns entschieden, im Silicon Valley zu leben - und welche Steuern auch immer sie einführen wollen, so sei es.“

Unter anderem Google-Mitgründer Larry Page soll hingegen dabei sein, die Zelte in Kalifornien abzubrechen. Die Gesellschaft, die das Vermögen seiner Familie verwaltet, zog im Dezember nach Delaware um, wie die Website „Business Insider“ unter Berufung auf Unterlagen bei Behörden in beiden Bundesstaaten berichtete. Der milliardenschwere Investor Peter Thiel verlegte seine Finanzfirma laut Bloomberg nach Florida. David Sacks, ein Risikokapitalgeber und momentan KI-Beauftragter von Präsident Donald Trump, verlegte seinen Sitz ins texanische Austin. Dorthin zog Tech-Milliardär Elon Musk schon vor Jahren um.

Reichensteuer könnte im November zur Abstimmung stehen

Die vorgeschlagene einmalige Abgabe von fünf Prozent auf große Vermögen ist noch lange nicht beschlossene Sache. Aktuell läuft noch eine Unterschriften-Kampagne, um die Maßnahme Wählern in Kalifornien im November 2026 zur Abstimmung vorzulegen. Auch der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach sich dagegen aus. Mit dem eingenommenen Geld sollen nach Plänen der Initiatoren unter anderem Finanzierungslücken im Gesundheitswesen und Bildungsbereich gestopft werden. Wird die Abgabe beschlossen, soll sie für Milliardäre gelten, die am 1. Januar ihren Sitz in Kalifornien hatten.

Google-Mitgründer Page steht in der Reichen-Rangliste des Finanzdienstes Bloomberg aktuell auf dem zweiten Platz nach Musk mit einem geschätzten Vermögen von 270 Milliarden Dollar. Es besteht vor allem aus Aktien der Google-Mutter Alphabet. Page wohnte lange in Palo Alto, nicht weit von der Google-Zentrale in Mountain View. Nvidia-Mitgründer Huang rangiert in der Bloomberg-Liste auf Platz 9 mit einem Vermögen von rund 155 Milliarden Dollar. Nvidia hat die Zentrale in Santa Clara, wo auch andere Chipkonzerne wie Intel und AMD zuhause sind.

© dpa-infocom, dpa:260107-930-507241/1

 
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