23.04.2020 - 11:22 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Es bleibt die bloße Hoffnung auf Regen

Das Hochdruckgebiet "Odilo" trocknet mit seinem beständigen Wind die Oberpfalz aus, zudem ist der April viel zu trocken – es droht ein neues Dürrejahr. Was das Wetter die nächsten Tag bringt, erklärt Meteorologe Andy Neumaier.

Der April war in der Oberpfalz viel zu trocken - mit gravierenden Auswirkungen auf die Natur.
von Andy NeumaierProfil

Wenigstens hat es am letzten Wochenende in einigen Regionen Gewittergüsse gegeben, die die Regenbilanz ein bisschen aufhübschen konnten. An manchen Stellen fehlt der Niederschlag nun aber auch schon seit gut über einem Monat, und die erschreckend häufig gewordene Frühjahrstrockenheit weckt neben allen sonstigen Problemen dieser Zeit auch noch die Furcht vor einem neuen Dürrejahr. Immerhin „knabbern“ ein paar Tiefs am dominanten Hochdruckproleten „Odilo“, der uns mit seinem unermüdlichen Ostwind seit einer Woche austrocknet. Das bringt vermutlich wieder einzelne Schauer und Gewitter zu Beginn der neuen Woche, flächendeckender Landregen ist damit aber unwahrscheinlich. Leider gehen Langfristmodelle auch bis Ende Mai nur von 20 bis 40 Liter/qm Niederschlag im Schnitt aus. Das sind allerdings Experimentvorhersagen, und haben hoffentlich den selben Wahrheitsgehalt wie Pandemie-Einschätzungen eines US- Präsidenten.

Lediglich Wolkenfelder

Am Freitag sieht man erste Zeichen von schwachen Tiefs, denn neben Sonnenschein ziehen auch zeitweise hohe Wolkenfelder vorüber. Leider kommt damit aber kein Niederschlag auf, und der auffrischende Wind dreht ausnahmsweise auf westliche Richtung. Die Temperaturen erreichen zwischen 16 und 21 Grad. In der Nacht gibt es bei 5 bis 1 Grad stellenweise leichten Bodenfrost.

Am Samstag ziehen vor allem morgens und am Vormittag hier und da noch ein paar dichtere Wolken vorüber, es bleibt aber trocken. Ansonsten setzt sich rasch wieder die Sonne durch, es weht aber ein etwas kühlerer Nordwestwind. Die Temperaturen steigen nachmittags noch auf 13 bis 18 Grad. In der Nacht wieder frische 5 bis 0 Grad, stellenweise mit Bodenfrost und Reif.

Der Sonntag bringt weitgehend Sonnenschein von früh bis spät, und nur ab und an ein paar Schönwetterwolken am sonst blauen Himmel. Die Temperaturen steigen dazu wieder an, und erreichen nachmittags zwischen 18 und 23 Grad. In der Nacht bleibt es meist frostfrei.

Vor allem am Dienstag örtliche Schauer und Gewitter

Zu Beginn der neuen Woche steigen die Temperaturen wieder auf frühsommerliche 20 bis örtlich 25 Grad. Es wird allerdings etwas feuchter, und am Montag gibt es vereinzelt, am Dienstag dann etwas häufiger örtlich begrenzte Schauer und Gewitter. Ab Mittwoch ist es meist wieder trocken und freundlich, mit 15 bis 20 Grad aber insgesamt auch wieder kühler.

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