13.11.2019 - 13:22 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

"The Irishman": Neuer Film von Martin Scorsese

Regie-Altmeister Martin Scorsese hat kürzlich heftige Kritik an den Marvel-Filmen geübt ("mehr Freizeitparks als Filme"). Nun bringt er selbst ein neues Werk ins Kino (und auf die Plattform Netflix): "The Irishman".

Robert Deniro (rechts) spielt einmal mehr in einem Film von Martin Scorsese mit. Außerdem ist Joe Pesci mit an Bord, der vor allem für seine Darstellung in "Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" (ebenfalls unter der Regie von Martin Scorsese) bekannt ist. Joe Pesci (l) als Russell Bufalino und Robert DeNiro als Frank Sheeran in einer Szene des Films "The Irishman" (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 14.11.2019 in die deutschen Kinos. (zu dpa-Kinostarts vom 07.11.2019) Foto: -/Netflix/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über den Film und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"The Irishman":Das Gangsterdrama "The Irishman" von Regie-Altmeister Martin Scorsese erzählt die Geschichte des Mafia-Killers Frank Sheeran (Robert De Niro), der tatsächlich existierte und der für den Gangsterboss Russell Bufalino (Joe Pesci) und den zwielichtigen Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa (Al Pacino) kriminelle Aufträge erledigte. Regisseur Martin Scorsese verfilmte das Buch "I Heard You Paint Houses", das auf angeblichen Geständnissen von Sheeran basiert. In dem mehr als dreistündigen Mafia-Epos erzählt Sheeran als alter

Mann aus seinem langen Gangsterleben. Der bis in die Nebenrollen top besetzte Film steht in der Tradition großer Scorsese-Klassiker wie "GoodFellas" und "Casino" oder Francis Ford Coppolas Mafia-Saga "Der Pate".

(Regie: Martin Scorsese – Mit Robert De Niro, Joe Pesci, Al Pacino, Anna Paquin – 209 Minuten – frei ab 16) (dpa)

Trailer "The Irishman"

"Last Christmas": Mit der Rolle der Daenerys Targaryen in der Fantasysaga "Game of Thrones" wurde Emilia Clarke berühmt. Jetzt ist sie in einer Liebeskomödie von "Brautalarm"-Regisseur Paul Feig zu sehen: In "Last Christmas" spielt Clarke eine junge Frau, deren Leben ziemlich chaotisch verläuft. Mitten im größten Weihnachtstrubel trifft sie den netten Tom, dargestellt von Henry Golding ("Crazy Rich"). Doch ganz so einfach ist es nicht mit dem Happy End. Der Filmtitel ist übrigens nicht zufällig gewählt. Das Werk beruht auf dem weihnachtlichen Songklassiker "Last Christmas" der Popgruppe Wham! aus dem Jahr 1984. Auch andere Lieder aus dem Nachlass des berühmten Sängers George Michael, der 2016 starb, sind zu hören. Das Drehbuch schrieb Emma Thompson ("Tatsächlich... Liebe"), die auch selbst mitspielt.

(Regie: Paul Feig – Mit Emilia Clarke, Henry Golding und Emma Thompson – 103 Minuten – ohne Alterseinschränkung) (dpa)

Trailer "Last Christmas"

"Le Mans 66 - Gegen jede Chance": Die Hollywood-Stars Matt Damon und Christian Bale spielen die Hauptrollen in dem nostalgischen Rennsportdrama "Le Mans - Gegen jede Chance". Der Film basiert auf einer wahren Geschichte: dem Prestigeduell zwischen dem US-Autobauer Ford und dem italienischen Sportwagen-Hersteller Ferrari beim halsbrecherischen 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den 60er Jahren. Damon spielt den Ex-Rennfahrer und Autodesigner Carroll Shelby, der mit seinem Team einen Rennwagen für Ford bauen soll, der mit Ferrari mithalten kann. Bale spielt Shelbys Freund, den aufbrausenden Rennfahrer Ken Miles, der im Hause Ford auf wenig Gegenliebe stößt. Höhepunkt des Films von Regisseur James Mangold ("Walk the Line") ist das spektakuläre Finale auf der Rennstrecke.

(Regie: James Mangold – Mit Matt Damon, Christian Bale, Jon Bernthal – 152 Minuten – frei ab 12) (dpa)

Trailer "Le Mans - Gegen jede Chance"

"Booksmart": Molly ist eine witzige und smarte Streberin, stolz darauf, dank harter Arbeit einen Studienplatz an der US-Eliteuni Yale ergattert zu haben. Sie steht über dem intriganten Geplänkel an ihrer High School und verbringt stattdessen lieber Zeit mit ihrer besten Freundin Amy. Als Molly aber eines Tages mit den Sportlern und coolen Schönheiten ihrer Schule über deren Uni-Pläne spricht, merkt sie, dass auch die coolen Kids hervorragende Studienplätze bekommen haben - und das, obwohl sie dauernd auf Partys waren. Molly und Amy sind irritiert und beschließen, vier Jahre Lernen und Langeweile durch eine letzte Partynacht vor der großen Zeugnisvergabe wiedergutzumachen. Der Film punktet mit der großartigen Chemie zwischen den Hauptdarstellerinen und vielen frischen Ideen von Regiedebütantin Olivia Wilde.

(Regie: Olivia Wilde – Mit Kaitlyn Dever, Beanie Feldstein, Jason Sudeikis, Lisa Kudrow – 102 Minuten – frei ab 12) (dpa)

"My Zoe": Im neuen Film von Julie Delpy wird eine Familie von einem schlimmen Schicksalsschlag getroffen: Delpy spielt die Genetikerin Isabelle. Sie lebt in Berlin und teilt sich das Sorgerecht für ihre Tochter Zoe mit ihrem Ex-Mann James (Richard Armitage). Nach einem Unfall hat Zoe eine Hirnblutung. Die Ärzte wollen die Geräte abstellen - für die Eltern der größte Alptraum. Isabelle will den Tod ihrer Tochter nicht akzeptieren. Heimlich entnimmt sie Zoe kurz vor deren Tod Gewebeproben und reist damit nach Moskau; sie will ihre Tochter von einem Mediziner (Daniel Brühl) klonen lassen. Delpy hat hierbei auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt.

(Regie: Julie Delpy – Mit Julie Delpy, Richard Armitage, Daniel Brühl, Sophia Ally – 93 Minuten – frei ab 12) (dpa)

Trailer "My Zoe"

"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya": Auf der Berlinale gehörte das schwarze Drama zu den Lieblingen vieler Kritiker. "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" erzählt von einer jungen Frau in Nordmazedonien. Zufällig gerät sie in eine religiöse Zeremonie: Männer stürzen sich am Dreikönigstag in einen Fluss, um ein geweihtes Kreuz zu finden. Dem Finder soll das Glück bringen. Mitmachen dürfen nur Männer - doch dann springt Petrunya hinterher. Regisseurin Teona Strugar Mitevska erzählt mit dem satirischen Drama, wie verfahren Rollenbilder sein können und wie schwer es sein kann, damit zu brechen. Hauptdarstellerin Zorica Nusheva spielt ihre erste Kinorolle extrem intensiv.

(Regie: Teona Strugar Mitevska – Mit Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Stefan Vujisic – 100 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya"

"Smuggling Hendrix": Adam Bousdoukos, bekannt aus "Soul Kitchen" und "Der Goldene Handschuh", schlüpft in der Komödie "Smuggling Hendrix" in die Rolle von Yiannis, einem schon nicht mehr ganz jungen, einem ziemlich unerfolgreichen, zudem ordentlich mit Schulden belasteten Musiker. Aber er hat einen Plan: So schnell wie möglich möchte er Nikosia, die geteilte Hauptstadt der Mittelmeerinsel Zypern, verlassen. Freilich nicht ohne seinen geliebten Vierbeiner "Jimi". Der Terrier aber macht sich selbstständig, rennt weg, überquert die von der UN kontrollierte Pufferzone in Richtung der von der Türkei kontrollierten Seite Zyperns.

Trailer "Smuggling Hendrix"

"Bis dann, mein Sohn": Der neue Film des chinesischen Regisseurs Wang Xiaoshuai erzählt eine bewegende Familiengeschichte - über drei Jahrzehnte hinweg. Yaojun und Liyun halten sich an die lange geltende Ein-Kind-Politik, dann verlieren sie ihren Sohn bei einem Unglück.Das Drama "Bis dann, mein Sohn" erzählt, wie die beiden mit dem Verlust umgehen. Das Drama gibt anhand einer privaten Geschichte auch Einblick in die chinesische Geschichte der vergangenen Jahre. Die beiden Hauptdarsteller bekamen auf der Berlinale für ihre Schauspielleistung je einen Silberne Bären.

(Regie: Wang Xiaoshuai – Mit Yong Mei, Wang Jingchun, Roy Wang – 185 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Bis dann, mein Sohn"

"Morgen sind wir frei": Die mit dem "Prädikat besonders wertvoll" bedachte deutsche Produktion nimmt uns mit in den Winter 1979. In diesem Winter vor 40 Jahren führten die Ereignisse der Islamischen Revolution unter anderem dazu, dass Mohammed Reza Pahlavi, der letzte iranische Schah, sein Land verließ. "Iran wird ein freies Land sein!", jubelt daraufhin der 44 Jahre alte, in der DDR lebende iranische Dissident Omid. Zusammen mit seiner deutschen Frau Beate, einer Chemikerin, und der achtjährigen Tochter verlässt Omid Ostdeutschland in Richtung Teheran. Das Leben dort stellt die Familie vor große Schwierigkeiten.

(Regie: Hossein Pourseifi – Mit Katrin Röver, Reza Brojerdi, Luzie Nadjafi – 96 Minuten – frei ab 12Jahren) (dpa)

Trailer "Morgen sind wir frei"

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