16.10.2019 - 15:59 Uhr
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Im Kino: Goldene-Palme-Gewinner und "Maleficent"-Fortsetzung

Für "Parasite" gab es in Cannes die Goldene Palme – nun kommt der Film in die deutschen Kinos. "Maleficent" kehrt zurück. Außerdem startet "Ich war noch niemals in New York" mit etlichen deutschen Schauspielstars.

Park So Dam (links) als Ki-jung und Choi Woo Shik als ihr Bruder Ki-woo im Films "Parasite".
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Parasite": Familie Kim ist bitterarm. In einer schäbigen Kellerwohnung faltet sie Pizzakartonagen, um über die Runden zu kommen. Da bekommt ihr Sohn Ki-Woo per Zufall Kontakt zu den reichen Parks - und wird prompt als Nachhilfelehrer für deren Tochter engagiert. Als die Parks auch noch eine Kunstlehrerin und Therapeutin für ihren unruhigen kleinen Sohn suchen, schleust er geschickt seine Schwester ein. Immer stärker dringt Familie Kim in das sorglose Leben der Parks ein - mit dramatischen Folgen. "Parasite" (Parasiten) nennt der koreanische Regisseur Bong Joon Ho sein vielschichtiges und schockierendes Drama, für das er beim Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Palme geehrt wurde.

(Regie: Bong Joon Ho – Mit Song Kang Ho, Choi Woo Shik und Cho Yeo – 123 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Parasite"

"Maleficent - Mächte der Finsternis": "Maleficent, die dunkle Fee" ist zurück. Im ersten Teil des Films, der an das Märchen "Dornröschen" angelehnt ist, hatte sie das Mädchen Aurora in einen tiefen Schlaf versinken lassen. Längst ist Aurora wieder wach und herrscht als Königin über das magische Reich der Moore - und sie will heiraten. Ihr Auserwählter ist ausgerechnet Prinz Philip, ein Mensch. Als die Hochzeit der beiden näher rückt, gerät das Reich der Feen in große Gefahr. Denn am Hofe des Prinzen werden mächtige Intrigen gesponnen. Mit allen Mitteln versucht Maleficent, ihre Ziehtochter Aurora und die Zauberwelt der Moore und Feen vor dem Untergang zu bewahren. In "Maleficent - Mächte der Finsternis" ist Hollywood-Star Angelina Jolie wieder als dunkle Fee zu sehen. Elle Fanning spielt Prinzessin Aurora, Harris Dickinson ist Philip.

(Regie: Joachim Rønning – Mit Angelina Jolie, Elle Fanning und Michelle Pfeiffer – 119 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Maleficent - Mächte der Finsternis"

"Ich war noch niemals in New York": Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu wandeln auf den Spuren des erfolgreichen Udo-Jürgens-Musicals "Ich war noch niemals in New York". Gemeinsam mit Katharina Thalbach und Uwe Ochsenknecht singen, tanzen und spielen sie sich durch den gleichnamigen Musical-Kinofilm von Philipp Stölzl ("Der Medicus"). Die Geschichte dreht sich um Maria "Sternchen" Wartberg, die nach einem Sturz in ihrer kleinen Küche ihr Gedächtnis verloren hat - während im Radio das Lied "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens lief. Im Krankenhaus kann sich die 66-Jährige nur noch an New York erinnern. Also nimmt sie Reißaus und steuert das nächste Kreuzfahrtschiff nach New York an. Ihre Tochter Lisa (Makatsch) will sie noch zurück an Land holen, doch das Schiff legt vorher ab. An Bord trifft "Sternchen" ihre alte Jugendliebe (Ochsenknecht). Lisa stößt immer wieder auf den spießigen Witwer Axel (Bleibtreu) und seinen Sohn.

(Regie: Philipp Stölzl – Mit Heike Makatsch, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht, Moritz Bleibtreu – 129 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Ich war noch niemals in New York"

"After the Wedding": Mit "Nach der Hochzeit" brachte die dänische Regisseurin Susanne Bier 2007 ein packendes Familiendrama ins Kino. Nun legt ihr US-Kollege Bart Freundlich mit "After the Wedding" eine Neuverfilmung des Stoffs mit einem Rollentausch vor. Michelle Williams spielt eine Amerikanerin, die in Indien ein Waisenhaus leitet. Eine reiche New Yorker Geschäftsfrau (Julianne Moore) verspricht ihr eine Millionenspende. Doch beim persönlichen Kennenlernen in den USA kommt ein altes Geheimnis ans Licht, dass für alle dramatische Folgen hat. An der Seite des hochkarätigen Frauenduos spielt Bill Crudup.

(Regie: Bart Freundlich – Mit Julianne Moore, Michelle Williams, Billy Crudup, Abby Quinn – 110 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "After the Wedding"

"Nevrland": Im Untertitel zu diesem Film finden sich die folgenden Worte: "Porno, Sex, Psychose. Ein absoluter Brainfuck". Inszeniert hat diesen der österreichische Regisseur Gregor Schmidinger, der damit sein Langfilm-Debüt vorlegt. Im Mittelpunkt steht Jakob, keine 18 Jahre alt. Er wird immer wieder von lähmenden Angstzuständen heimgesucht. Nach seinem Schulabschluss jobbt der junge Mann in einem Schlachthof. Die Angst macht es ihm unmöglich, dieser Beschäftigung weiter nachzugehen. Nachts treibt sich Jakob in Sexforen herum, lernt so einen in Österreich studierenden, aus England stammenden Künstler kennen. Schließlich begegnen sich beide auch in der echten Welt.

(Regie: Gregor Schmidinger – Mit Simon Frühwirth, Paul Forman und Josef Hader) (dpa)

Trailer "Nevrland"

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