25.09.2019 - 14:05 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Neu im Kino: "Nuejew – The White Crow" und "Der Distelfink"

"Nurejew" erzählt die Geschichte von einem der besten Tänzer des 20. Jahrhunderts, "Der Distelfink" handelt von einem Terroranschlag und die Folgen für einen 13-Jährigen und "Shaun das Schaf" erhält eine Fortsetzung. Die Kinostarts.

Ralph Fiennes hat mit "Nurejew - The White Crow" die Geschichte des Rudolf Nurejew verfilmt, der von Oleg Ivenko gespielt wird.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Nurejew - The White Crow": Rudolf Nurejew galt als einer der besten Tänzer des 20. Jahrhunderts. Mit seinen gewagten, kraftvollen Sprüngen und völlig neuer Tanztechnik hatte er das Männerballett revolutioniert. Ein überaus ehrgeiziger Mann, der für seine Leidenschaft bereit war, alles zu geben - und sogar seine Heimat zu verlassen. Ralph Fiennes hat den Aufstieg des Ballettstars nun verfilmt. "Nurejew - The White Crow" zeigt aufregende Tanzszenen und große Spannung. Höhepunkt ist der Moment am Flughafen Paris, als Nurejew sich weigert, zurück in die Sowjetunion zu fliegen. Er will in Freiheit bleiben, die ihm als Künstler und als bisexuellem Mann in seiner Heimat verwehrt bleiben. Doch die sowjetische Regierung will ihn um jeden Preis zurückholen, notfalls auch mit Gewalt. Der ukrainische Tänzer Oleg Ivenko spielt Nurejew. Auch Fiennes ist dabei, als Nurejews Tanzlehrer. Und in einer kleineren Rolle: Der Ballettstar von heute - Sergej Polunin.

(Regie: Ralph Fiennes – Mit Oleg Ivenko, Chulpan Khamatova, Sergej Polunin – 122 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Nurejew - The White Crow"

"Der Distelfink": Bei einem Terroranschlag im New Yorker Metropolitan Museum verliert der 13-jährige Theo Decker (Ansel Elgort) seine Mutter. Er kommt bei der wohlhabenden Familie eines Freundes unter und die Mutter (Nicole Kidman) dort nimmt ihn auf wie ihr eigenes Kind. Was sie nicht weiß: Theo konnte aus den Trümmern das Gemälde "Der Distelfink" des holländischen Altmeisters Carel Fabritius retten. Jahre später ist aus dem Jungen ein erfolgreicher Antiquitätenhändler geworden, dessen Leben immer wieder von dem mysteriösen Bild geprägt wird. Regisseur John Crowley ("Brooklyn") macht aus dem über 1000 Seiten starken Bestseller von Donna Tartt eine Mischung aus Terrordrama, Coming-of-Age-Story und Kunstthriller.

(Regie: John Crowley – Mit Ansel Elgort, Oakes Fegley, Nicole Kidman, Jeffrey Wright, Sarah Paulson – 149 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Der Distelfink"

"Shaun das Schaf - Ufo-Alarm": Im ersten Kinofilm erlebte "Shaun das Schaf" aufregende Abenteuer in der Stadt. Jetzt geht es ab ins Weltall. "Ufo-Alarm" nennt sich das zweite Werk über den wolligen Unruhestifter und seine Freunde. Eine kleine Außerirdische taucht eines Tages im beschaulichen Mossy Bottom auf. Die Schafherde will Lu-La helfen, wieder nach Hause auf ihren Planeten zu kommen. Doch das ist gar nicht so leicht. Zu allem Überfluss taucht eine Agentin der Regierung auf. Sie will das Alien-Mädchen fangen und einsperren. Bald geht es drunter und drüber - auch weil Shaun mit seinen verrückten Ideen jede Menge Chaos stiftet. Sogar der Bauer hat dieses Mal große Pläne und träumt davon, mit Hilfe der Weltraumbegeisterung endlich reich zu werden.

(Regie: Richard Phelan und Will Becher – 86 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Schaun das Schaft - Ufo-Alarm"

"Gelobt sei Gott": Seit Jahren erschüttert ein Missbrauchsskandal um den inzwischen verurteilten Priester Bernard Preynat die katholische Kirche in Frankreich. Der französische Star-Regisseur François Ozon hat sich mit seinem preisgekröntem Berlinale-Film "Gelobt sei Gott" ("Grâce à Dieu") vor allem die Perspektive der Opfer vorgenommen. Anhand der Schicksale von Alexandre (Melvil Poupaud), François (Denis Ménochet) und Emmanuel (Swann Arlaud) erzählt er, wie unterschiedlich seine männlichen Protagonisten mit ihrem seit Jahrzehnten realen Schicksal umgehen, auch wie sie teils körperlich daran brechen. Während Ozon die Dreharbeiten noch vor der im erzkonservativen Lyon sehr mächtigen Kirche verstecken musste, hat die Wirklichkeit den Film inzwischen überholt. Ein Kirchengericht entließ Preynat wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen aus dem Klerikerstand. Sein vorgesetzter Kardinal Philippe Barbarin, mächtiger Erzbischof von Lyon, wurde wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt - bisher nicht rechtskräftig.

(Regie: François Ozon – Mit Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud – 137 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Gelobt sei Gott"

"Get lucky": Wett-Onanieren am Strand, die erste Regelblutung, das erste Mal: Für Teenager dreht sich alles nur um Sex. Zumindest wenn es nach dem Film "Get lucky - Sex verändert alles" geht. Mit recht deutlichen Sprüchen à la "Ich hab's eilig, die Bitch wartet" und jeder Menge Gespräche über Orgasmen, Intimfrisuren und das richtige Streicheln der Klitoris schwankt der Film zwischen lustiger bis peinlicher Klischeekomödie und Aufklärungswerk. In den Hauptrollen sind dabei bislang unbekannte Darsteller zu sehen. Garniert wird das Ganze mit Palina Rojinski, die als Sexologin daherkommt, sowie mit Kurzauftritten von Jella Haase und Benno Fürmann.

(Regie: Ziska Riemann – Mit Palina Rojinski, Bjarne Meisel, Emma-Katharina Suthe, Lilly Terzic, Benny Opoku-Arthur und Luissa Cara Hansen – 98 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Get lucky"

"Ready or Not": "Kann ich das Spiel denn überhaupt gewinnen?". Eine völlig berechtigte Frage, gestellt von der völlig verunsicherten Protagonistin dieses Films. Grace (verkörpert von Samara Weaving) möchte eigentlich einfach nur heiraten. Die Familie aber, die sie sich damit anlacht, die ist nicht nur sehr wohlhabend, sondern auch in gleichem Maße extravagant und speziell. So gehört es bei den Le Domas seit jeher zur (vermeintlich) guten Tradition, dass ein jedes neues Familienmitglied sich zunächst bei einem Spiel um Mitternacht zu bewähren hat. Während Grace sich irgendwo im Familienanwesen vor den anderen verstecken muss, machen sich die Familienmitglieder auf die Suche. Dass bei dieser Suche auch Schuss-, Hieb- und andere üble Waffen eine Rolle spielen, macht die ganze Sache nicht eben angenehmer. Bald schon gibt es eine erste Tote in diesem unerbittlichen Spiel um Leben und Tod.

(Regie: Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett – Mit Samara Weaving, Adam Brody, Mark O'Brien – 95 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Ready or Not"

"Everest - Ein Yeti will hoch hinaus": Im englischsprachigen Original trägt dieser Film den, zunächst nicht besonders einladend wirkenden Titel "Abonimable". Was so viel bedeutet wie «abscheulich». In der amerikanisch-chinesischen Koproduktion geht es, wie wiederum der deutschsprachige Titel verrät, um einen Yeti. Einen wuschelweichen, hellweißen Yeti mit großen Kulleraugen, kleinen Ohren und ziemlich großem Kauwerkzeug. Dieser Yeti würde gern zurück wo er eigentlich herkommt: aus dem Himalaya-Gebirge. Vorher aber wird der Yeti von ein paar Jugendlichen auf einem Dach in Shanghai entdeckt: Yi, Peng und Jin taufen das weiße Wesen auf den Namen Everest. Zusammen begeben sie sich auf eine turbulente Reise.

(Regie: Jill Culton und Todd Wilderman – 97 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Everest - Ein Yeti will hoch hinaus"

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