15.01.2020 - 15:17 Uhr
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Neu im Kino: Oscar-Anwärter "1917"

In diesem Jahr gibt es einige ernsthafte Anwärter für den Oscar in der Kategorie "Bester Film". Das Kriegsdrama "1917" von Regisseur Sam Mendes zählt sicher dazu. Alle Kinostarts im Überblick.

George MacKay spielt Schofield im Film "1917", der so gedreht worden ist, dass es aussieht, als wäre er ohne Schnitt entstanden.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"1917": Nach James-Bond-Filmen wie "Skyfall" und "Spectre" begibt sich der britische Regisseur Sam Mendes mit "1917" auf das Schlachtfeld. Das nervenaufreibende Kriegsdrama folgt zwei jungen Soldaten, gespielt von George MacKay ("Captain Fantastic") und Dean-Charles Chapman ("Game of Thrones"), bei einer gefährlichen Mission an einem Tag während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917. Sie müssen das Feindgebiet durchqueren und eine Nachricht überbringen, um damit Hunderte Soldaten zu retten. Die Kameraarbeit von Roger Deakins ("Blade Runner 2049", "James Bond 007: Skyfall") vermittelt den Eindruck, als sei der Film in einem Shot ohne Unterbrechung gedreht. Als Nebendarsteller wirken Benedict Cumberbatch, Colin Firth und Mark Strong mit. Bei den Golden Globes gab es für den Film gerade zwei Preise, auch die Top-Auszeichnung für das beste Filmdrama.

(Regie: Sam Mendes – Mit George MacKay, Dean-Charles Chapman, Colin Firth, Benedict Cumberbatch – 119 Minuten – frei ab 12 Jahren)

Trailer "1917"

"Lindenberg! Mach dein Ding": 74 Jahre alt wird Udo Lindenberg diesen Mai, der vielleicht bekannteste und sicher einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Rocksänger. In diesem Film aber geht es um den jungen Udo, der sich früh, noch als kleiner Junge, an einem Kinderschlagzeug versucht, später vor US-Soldaten trommelt und sich in Hamburg erste Meriten als angehender Popstar verdient. Hermine Huntgeburth («Bibi Blocksberg») erzählt mit großer Liebe zum Detail von der Entstehung eines Rock-Mythos, von der Etablierung eines Gesamtkunstwerks namens Udo Lindenberg. Verkörpert wird dieser im Film von Jan Bülow, einem jungen Theater- und Kinoschauspieler (Jahrgang 1996, Netflix-Serie "Dogs of Berlin").

(Regie: Hermine Huntgeburth – Mit Jan Bülow, Detlev Buck, Max von der Groeben – 135 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Lindenberg! Mach dein Ding"

"Bad Boys for Life": Schon in den 1990ern verfolgten sie als Fahnder in Miami Verbecher - jetzt kehren Will Smith und Martin Lawrence noch einmal als Polizistenduo zurück. In "Bad Boys for Life" spielen sie zum dritten Mal Mike Lowrey und Marcus Burnett. Auf die Fortsetzung mussten Fans lange warten. Will Smith habe den Film erst machen wollen, wenn er auch gut werde, sagte Lawrence in Berlin. Jetzt habe das Drehbuch gepasst. Produziert hat den Film der US-Amerikaner Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik", "Top Gun", "Flashdance").

(Regie: Adil El Arbi und Bilall Fallah – Mit Will Smith, Martin Lawrence, Joe Pantoliano, Vanessa Hudgens – 118 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Bad Boys for Life"

"Crescendo": Anfangs fliegen im Orchester die Fetzen, als die jungen Juden und Araber versuchen, ein Konzert zu geben. Im Film "Crescendo #makemusicnotwar" ist der tief verwurzelte Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis Ausgangspunkt einer Geschichte über die versöhnende Kraft der Musik. Der Österreicher Peter Simonischek ("Toni Erdmann") wirkt als seelenvoller und strenger Dirigent eines eigens zusammengestellten Jugend-Orchesters, das begleitend zu Friedensverhandlungen in den Bergen Südtirols aufspielen soll. Die meisten Schauspieler sind Laien. Das macht den Film umso authentischer.

(Regie: Dror Zahavi – Mit Peter Simonischek, Bibiana Beglau, Daniel Donskoy – 112 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Crescendo"

"Vom Gießen des Zitronenbaums": Die Spannungen in Nahost müssen nicht zwangsläufig als düstere Dramen ins Kino kommen. Das beweist nun auch der Palästinenser Elia Suleiman. Der Regisseur lässt sich vielmehr zu einem ironischen und absurden Film inspirieren. "Vom Gießen des Zitronenbaums", eine deutsche Koproduktion, wurde beim Festival Cannes im vergangenen Jahr bereits mit einer lobenden Erwähnung der Jury geehrt. Die Hauptfigur Elia, ein Künstler, verlässt Palästina und will sich ein neues Zuhause suchen. Doch auch im Ausland erinnert ihn vieles an die Heimat. Egal, ob in Paris oder New York: Es sind kleine Situationen, Begegnungen mit anderen Menschen, die ihm verdeutlichen, dass er Palästina nicht wirklich hinter sich lassen kann.

(Regie: Elia Suleiman – Mit Elia Suleiman, Gael García Bernal, Guy Sprung – 102 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Vom Gießen des Zitronenbaums"

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