14.12.2018 - 15:05 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Weiße Weihnacht in der Oberpfalz?

Alle Jahre wieder rumort es bei Wetterfröschen im Advent. Dann stellt sich die Frage: Gibt es eine "Weiße Weihnacht"?

Nach der kommenden, insgesamt milderen Woche scheinen die Temperaturen ab dem vierten Advent wieder etwas zu sinken
von Andy NeumaierProfil

Wie so oft scheiden sich die Geister zwischen jenen Propheten, die es für die große Schlagzeile natürlich schon längst wissen, und denen, die zugeben, dass man es einfach noch nicht sicher wissen kann. Was man bisher weiß zeigt deutlich die Grafik. Dargestellt sind in verschiedenen Linien die Temperaturen in etwa 1500 Metern Höhe. Sie sind für die Schneefallgrenze ausschlaggebend. Am unteren Ende der Skala sieht man korrespondierend dazu die berechneten Niederschlagsmengen.

Grafik mit freundlicher Unterstützung von www.wetteronline.de/ Andy Neumaier

Die Wettermodelle rechnen mehrmals am Tag mit unterschiedlichen Eingangswerten verschiedene Lösungen in die Zukunft, die alle in diese Skala eingetragen werden. Je mehr sich die Ergebnisse bündeln, desto wahrscheinlicher ist auch, dass dieser Fall eintritt. Die Mindestanforderung an die Temperatur in 1500 Metern Höhe für Schnee bis in die Niederungen der nördlichen Oberpfalz liegt etwa bei -4 bis -5 Grad ( besser noch kälter ), dargestellt in dick blau.

Man sieht schon gleich: Innerhalb des gekennzeichneten Weihnachtszeitraumes wird es da relativ dünn, und die große Mehrzahl der Berechnungen liegt im "zu milden Bereich". Niederschläge sind wohl zu erwarten, demnach aber zumindest in den Niederungen eher als Regen oder nasser Schnee. Hoffnung macht allerdings die Tatsache, dass der Temperaturtrend am Heiligen Abend in vielen Fällen nach unten weist, und wenn sich dies noch ein bisschen verfestigt, klappt es ja vielleicht doch noch gerade so zu den Feiertagen.

Fazit: Nach der kommenden, insgesamt milderen Woche scheinen die Temperaturen ab dem vierten Advent wieder etwas zu sinken. Ob das reicht, um den Schnee auch bis in die Niederungen des Naabtales zu bekommen ist fraglich, für die nördlichen Landkreise Tirschenreuth und Neustadt, und auch für den östlichen Kreis Schwandorf kann man oberhalb etwa 500 Metern aber noch mehr hoffen. Hier ist es speziell am Grenzkamm auch wahrscheinlich, dass der bereits in den Hochlagen vorhandene Schnee die kommende Woche übersteht. Derzeit kann man weiße Weihnachten in Amberg und Schwandorf mit etwa 25, Weiden 40, und Bärnau und Schönsee sogar 60 Prozent Wahrscheinlichkeit ansetzen, auch wenn dann die Schneemengen nicht im Übermaß vorhanden sein werden.

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