München
11.03.2021 - 10:09 Uhr

Piazolo: Auch Schulöffnungen in Hotspots ermöglichen

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will für Regionen mit hohen Corona-Zahlen Wechselunterricht möglich machen. Das setzt umfassende Testkonzepte für Schulen voraus.

Michael Piazolo, Kultusminister von Bayern und Generalsekretär der Freien Wähler in Bayern, will eine Teststrategie fahren, damit Schüler auch in Hotspots zurück ins Klassenzimmer können. Archivbild: Matthias Balk/dpa
Michael Piazolo, Kultusminister von Bayern und Generalsekretär der Freien Wähler in Bayern, will eine Teststrategie fahren, damit Schüler auch in Hotspots zurück ins Klassenzimmer können.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) schlägt für Regionen mit hohen Corona-Zahlen umfassende Testkonzepte für Schulen vor, um auch dort teilweise wieder Wechselunterricht zu ermöglichen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir über die Methode des intensiven Testens auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 mindestens die Grundschulen wieder öffnen können“, sagte Piazolo am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Derzeit ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzen über 100 lediglich Distanzunterricht möglich.

Tests zwei Mal pro Woche

Bei seinem Vorschlag denkt Piazolo in jedem Fall an regelmäßige Tests zweimal pro Woche, lässt die genaue Art und Abfolge der Test aber noch offen. Es seien viele verschiedene Modelle denkbar. Das müsse man nun noch mit Wissenschaftlern besprechen.

Keine prinzipielle Testpflicht

Eine Test-Verpflichtung für Schülerinnen und Schüler sieht Piazolo aber skeptisch. „Die Schulen müssten die Tests verpflichtend durchführen. Aber eine Test-Verpflichtung für alle - da wäre ich im ersten Moment zurückhaltend.“ Allerdings müsse sich schon ein sehr hoher Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler beteiligen, damit man Wechselunterricht ermöglichen könne.

Geht es nach Piazolo, könnte in der Woche vor den Osterferien ein Pilotversuch in einem oder in mehreren ostbayerischen Landkreisen starten. Und je nach Entwicklung der Corona-Zahlen könnte das Modell nach den Ferien dann ausgeweitet werden. „Wir machen uns schon Gedanken über den ostbayerischen Raum - wie wir es schaffen, auch dort wieder Schüler in die Schule zu bringen“, betonte er.

OnetzPlus
Oberpfalz10.03.2021

In ostbayerischen Landkreisen an der Grenze zu Tschechien sind die Corona-Infektionszahlen anhaltend sehr hoch, unter anderem wegen der beschleunigten Ausbreitung der britischen Virusvariante.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.