21.09.2022 - 10:26 Uhr

Polizei erwischt mehr als 1600 Verkehrssünder auf Schulwegen

An vier Tage andauernden Schwerpunktkontrollen rund um Schulen in Bayern sind über 1000 nicht angeschnallte Autofahrer erwischt worden. Auch waren über 400 Kinder im Auto nicht richtig gesichert.

Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Winkerkelle in der Hand. Bild: Paul Zinken/dpa/ZB/Symbolbild
Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Winkerkelle in der Hand.

Zum Start des neuen Schuljahres hat Bayerns Polizei wieder eine Vielzahl von Verkehrssündern erwischt: Insgesamt seien bei den viertägigen Schwerpunktkontrollen rund um Schulen 1194 Gurt-Muffel und 417 unzureichend gesicherte Kinder festgestellt worden, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München mit. „Das ist lebensgefährlich, nicht angegurtet unterwegs zu sein, gerade auch auf Kurzstrecken.“

Als absolut unverantwortlich bezeichnete Herrmann, wenn Eltern ihre Kinder im Auto nicht richtig sichern. „Selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten drohen bei einem Verkehrsunfall oder beim abrupten starken Bremsen schlimme Verletzungen“, sagte Herrmann. Angurten rette Leben.

2021 seien auf Bayerns Straßen 60 Menschen ums Leben gekommen, die nicht ordnungsgemäß gesichert waren, darunter ein Kind, so Herrmann. Dies sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, wo es 45 Todesfälle in dem Zusammenhang gegeben hatte, darunter ebenfalls ein Kind.

„2021 war mehr als jeder fünfte tödlich verunglückte Autoinsasse nicht angeschnallt“, betonte Herrmann. Daher werde die Polizei weiterhin Gurt-Muffel konsequent aus dem Verkehr ziehen. Allein im vergangenen Jahr seien bayernweit rund 32.000 Verstöße gegen die Gurtpflicht geahndet worden.

© dpa-infocom, dpa:220921-99-842981/2

 
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