17.09.2026 - 15:53 Uhr

Polizei in Marseille stoppt Neunjährigen am Steuer eines SUV

Mitten im Berufsverkehr ist ein Neunjähriger in der Hafenstadt mit einem Geländewagen unterwegs, der Vater hält ihm den Lenker. Die Polizei beendet die gefährliche Fahrstunde.

Die Fahrt des Neunjährigen mit einem Geländewagen durch Marseille hätte ein schlimmes Ende nehmen können, meint die Polizei. (Symbolbild) Bild: Loic Venance/AFP/dpa
Die Fahrt des Neunjährigen mit einem Geländewagen durch Marseille hätte ein schlimmes Ende nehmen können, meint die Polizei. (Symbolbild)

Die Polizei im südfranzösischen Marseille hat einen Neunjährigen am Steuer eines schweren Geländewagens gestoppt. Einer Motorradstreife sei der SUV aufgefallen, weil er in gefährlichen Schlangenlinien über eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt gefahren sei, teilte die Polizei mit. Der Vater habe mit einem weiteren kleinen Kind auf dem Schoß vom Beifahrersitz aus das Steuer festgehalten. Niemand sei angeschnallt gewesen. Für die gefährliche Fahrstunde mit dem gut zwei Tonnen schweren SUV werde der Vater sich vor Gericht verantworten müssen, hieß es.

Bei der Fahrt mitten im nachmittäglichen Berufsverkehr habe der Geländewagen mehrfach fast geparkte Autos gestreift, berichtete die örtliche Zeitung „La Provence“. Dass der Junge nicht angeschnallt gewesen sei, habe auch den Grund gehabt, dass er so überhaupt mit seinen Füßen an die Pedale habe gelangen können. „Wir haben Schlimmeres verhindert“, sagte ein Polizist der Zeitung, denn die Fahrstunde hätte „einen schweren Zusammenstoß auf dieser stark befahrenen Straße, dem Prado“, auslösen können.

https://x.com/PoliceNat13/status/2100281127403671686

Während der Neunjährige schnell in die Obhut seiner Mutter übergeben wurde, ging es für den 53 Jahre alten Vater mit auf die Polizeiwache. Ihm wird Beihilfe zur Begehung einer Straftat sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen, denn in der Ablage der Beifahrertür fanden die Polizisten ein verbotenes Springmesser.

© dpa-infocom, dpa:260917-930-701167/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.