22.08.2018 - 17:08 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

77 Opfer von „Sexpressung“ in der Oberpfalz

Betrüger versuchen schon seit Anfang des Jahres per Mail, Geld zu erpressen. 77 Opfer aus der Oberpfalz traf es bereits. Die Polizei warnt.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Regensburg (dpa/lby) - Seit Anfang des Jahres hat es in Bayern mehr als 870 Fälle von sogenannter Sexpressung gegeben. Davon stammten 77 Opfer aus der Oberpfalz, wie die Polizei am Mittwoch in Regensburg mitteilte. Bei der Masche fallen Internetnutzer Betrügern zum Opfer. In Spam-Mails heißt es, der Computer der Nutzer sei mit einer Schadsoftware infiziert, die sie mit Hilfe der Webcam bei sexuellen Handlungen gefilmt habe. Die Täter drohen damit, die vermeintlichen Aufnahmen im Internet zu veröffentlichen, sollte kein Geld überwiesen werden. Oftmals seien die Opfer den Forderungen nachgekommen, so die Ermittler. In keinem der gemeldeten Fälle war nach Polizeiangaben eine tatsächliche Videoüberwachung der Nutzer bekannt.

  • Die Oberpfälzer Polizei rät:
  • Reagieren Sie nicht auf solche E-Mails
  • Gehen Sie keinesfalls auf die Geldforderungen ein.
  • Klicken Sie keine Links in der E-Mail an.
  • Ist in der E-Mail ein bekanntes Passwort genannt, ändern Sie es umgehend.
  • Grundsätzlich sollten Passwörter hinreichend komplex sein und regelmäßig geändert werden.
  • Nutzen Sie aktuelle Viren-Software.
  • Unabhängig davon, welche Webseiten Sie gerade besuchen, achten Sie auf Ihre Webcam und deaktivieren Sie sie gegebenenfalls.
  • Bei Fragen wenden Sie sich an die örtliche Polizei.

Polizeimitteilung

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