08.03.2019 - 20:28 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Mit 78 Kilometer pro Stunde zu viel auf A3 unterwegs

Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg hat 1500 Temposünder auf der A3 bei Regensburg geschnappt. Zwei Fahrer stachen besonders hervor.

Ein sogenannter Enforcement-Trailer der Polizei im Einsatz an der Autobahn A3.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Bei der 13 Tage andauernden Geschwindigkeitskontrolle auf der A3 bei Regensburg haben zwei Fahrer Negativ-Rekorde aufgestellt. Der eine fuhr mit 194 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 120 Richtung Passau. Damit war er gleichzeitig der schnellste Fahrer. Ein anderer fuhr Richtung Frankfurt mit 158 Stundenkilometern, obwohl auf 80 begrenzt war. Beide erwartet jeweils mindestens ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, drei Monate Fahrverbot sowie zwei Punkte im Verkehrszentralregister. Trotz der zahlreichen Temposünder heißt es vonseiten der Polizei, dass die Beanstandungsquote unterdurchschnittlich sei. Das liege am dichten Verkehr im überwachten Abschnitt und daran, dass die Messung kurz zuvor öffentlich angekündigt wurde. Die Polizei wird die Strecke entlang der Baustelle weiterhin kontrollieren.

Verkehrspolizei warnt

Die Verkehrspolizei weißt darauf hin, dass besonders der "Ziehharmonika-Effekt" gefährlich sei. Dabei werden bei zähfließendem Verkehr die Lücken, die sich auftun, mit hoher Geschwindigkeit gefüllt. Fahrer müssen oft stark bremsen, um nicht auf seinen Vordermann aufzufahren. Das kann zu einer Kettenreaktion führen, die den Verkehr verlangsamt oder zum Stillstand bringt.

"Einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit und den Verkehrsfluss kann jeder Verkehrsteilnehmer bei Fahrten in und um Regensburg leisten. Wer die Möglichkeit hat, außerhalb der bekannten Stoßzeiten zu fahren, erreicht sein Ziel schneller und sicherlich auch entspannter", so Florian Beck, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Infos zur Verkehrskontrolle:

Der Fokus der Verkehrsüberwacher lag besonders auf dem Abschnitt der A3, der vom sechsspurigen Ausbau betroffen ist, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Dort kommt es wegen zu hoher Geschwindigkeit häufig zu Unfällen. Die Kontrolle zwischen Montag, 7. Januar, und Sonntag, 20. Januar, ergab knapp 1500 Verstöße. Die Verkehrspolizei Regensburg, die Unterstützung aus Amberg und Weiden erhielt, verwendete mobile Messgeräte, Video-Technik und Enforcement-Trailer. Das sind teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlagen.

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