04.07.2018 - 16:02 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Abgetaucht, aber noch zu retten

Eines stellen die Frösche und Lurche der Ausstellung im Naturkundemuseum Regensburg unter Beweis: Sie können sich tarnen. In den Aquarien und Terrarien, in denen sie untergebracht sind, gibt es reichlich Verstecke für die Reptilien.

Frösche und Lurche stehen im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung des Naturkundemuseums Ostbayern in Regensburg.
von Susanne WolkeProfil

Regensburg."Abgetaucht" - der Titel der Schau ist bezeichnend. "Amphibien, bedrohte Verwandlungskünstler" werden im Naturkundemuseum Ostbayern in Regensburg derzeit hautnah gezeigt. Damit beim Besucher kein Frust aufkommt, ist die Präsentation lebendiger Exponate ergänzt durch reichlich Text- und Bildmaterial an den Wänden. Andererseits vermitteln die eigenwilligen "Ausstellungsstücke" genau das, worauf es dem Naturkundemuseum Ostbayern ankommt: Respekt vor der Natur. Dementsprechend geht es in der Schau nicht nur um Körperbau und Lebensweise der Amphibien, sondern auch um deren Schutz.

Das Naturkundemuseum zeigt seine aktuelle Ausstellung gemeinsam mit dem ans Haus angegliederten Regensburger Umweltzentrum. Große Schautafeln und Fotografien erklären die Verwandlung der Amphibien vom Wasser- zum Landbewohner. Eine Zeitreise führt durch die Geschichte dieser ältesten Klasse der Landwirbeltiere. Es gibt Übersichtskarten und ein echtes Froschskelett. Und leider auch die deutliche Warnung: "Amphibien sind in Gefahr."

"Wir wollen das Interesse und Verständnis für die Zusammenhänge der Natur fördern", heißt es von Seiten des Naturwissenschaftlichen Vereins Regensburg, der das Naturkundemuseum und das Umweltzentrum betreibt. Wie vernetzt das Gesamtkonzept des Vereins ist, führt die derzeitige Schau deutlich vor Augen:

Teile der Ausstellungsinhalte sind Ergebnisse eines Bürgerprojekts, das das Umweltzentrum ins Leben gerufen hat. Teichbesitzer und andere Naturliebhaber wurden dabei aufgerufen, dem Lurchvorkommen im Stadtgebiet Regensburg auf die Spur zu gehen. Auch die Ausstellung selbst vermittelt Möglichkeiten, den Amphibien im eigenen Garten zu helfen.

Ein Stockwerk höher wird die Präsentation im Naturkundemuseum zudem ergänzt durch die Dauerausstellung des Hauses über Feuchtgebiete. Und im Tümpel vor der Haustüre kann man die Amphibien noch natürlicher erleben. Dass das Angebot abgerundet wird durch ein vielseitiges pädagogisches Programm, versteht sich von selbst. Zwei grundlegende Punkte werden bei der Amphibienausstellung vorbildlich vermittelt: Das Verständnis für die Zusammenhänge der Natur zu fördern. Und die Würde der Natur zu wahren. Dazu gehört auch: Privatsphäre für Frösche und Lurche. Auch wenn diese Teil einer Ausstellung sind.

Info:

Service

Die Ausstellung "Abgetaucht - Amphibien, bedrohte Verwandlungskünstler" läuft bis zum 31. August im Naturkundemuseum Ostbayern, Am Prebrunntor 4 in Regensburg. Öffnungszeiten sind Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr sowie Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos gibt es unter Telefon 0941/507-3443 oder unter www.nmo-regensburg.de.

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