13.03.2019 - 08:28 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Anti-Kinder-Buch entstand „aus biografischer Betroffenheit“

Mit ihrem Buch "Kinderfrei statt kinderlos" hat die Regensburger Lehrerin Verena Brunschweiger eine heftige Debatte rund um Feminismus und Mutterschaft ausgelöst. In einem Interview klärte sie ihre Sichtweise auf.

Die Lehrerin und Autorin Verena Brunschweiger gestikuliert auf einem undatierten Handout-Foto. Foto: Baschi Bender/Archiv
von Agentur DPAProfil

Die Regensburger Autorin Verena Brunschweiger (38) hat ihr umstrittenes Buch „Kinderfrei statt kinderlos“ „aus biografischer Betroffenheit“ geschrieben. „Ich werde seit über zehn Jahren behelligt - teilweise von wildfremden Leuten - wann ich denn jetzt endlich meiner biologischen Pflicht nachzukommen trachte“, sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Das ging mir irgendwann ziemlich auf den Senkel.“ Der zweite wichtige Punkt sei die Umweltbelastung gewesen, die ein Baby bedeute. Es sei wissenschaftlich belegt, dass der Verzicht auf ein Kind sehr viel mehr für die Umwelt bringe als der Verzicht auf Fleisch oder das Fliegen. „Hier wird das ausgeklammert. Ich finde das heuchlerisch und auch falsch.“

Brunschweiger, die hauptberuflich als Gymnasiallehrerin arbeitet, hat mit ihrem gerade erschienenen Buch eine neue Debatte über das Muttersein ausgelöst. Sie bezeichnet sich als Radikalfeministin und überzeugte Nicht-Mutter. „Ich kenne tatsächlich solche sogenannten „Nur-Hausfrauen“, die in völliger Abhängigkeit von ihrem Mann leben“, sagte sie im dpa-Interview. „Die nur für Wäsche und Haushalt und Kinder zuständig sind und für nichts sonst - und die in fünf Jahren nicht einmal gelacht haben.“

Infos zum Buch "Kinderfrei statt kinderlos. Ein Manifest"

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