18.11.2018 - 14:45 Uhr
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Bahn bietet ab Dezember Direktverbindung von Regensburg zum Flughafen München

26 Jahre gibt es den Flughafen im Norden Münchens. Und mindestens ebenso alt sind die Klagen aus dem Nordosten Bayerns über die fehlende Schienenanbindung. Nun dürften diese bald verstummen.

Ab Dezember soll es per Zug von Regensburg direkt zum Flughafen gehen. Und auch der Anschluss des Amberger Bahnhofs nach Regensburg soll sich deutlich verbesseren
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

(wüw) Mit der Umstellung auf den Winterfahrplan am 9. Dezember wird die Deutsche Bahn erstmals eine Direktverbindung von Regensburg zum Münchener Flughafen anbieten. Dies erklärte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) am Wochenende in einer Pressemitteilung. "Die Züge des neuen Flughafenexpress' fahren stündlich und halten unterwegs in Obertraubling, Köfering, Hagelstadt, Eggmühl, Landshut, Moosburg und Freising", vermeldet die BEG. Neufahrn und Ergoldsbach werden demnach zweistündlich angefahren.

Die Fahrzeit bis zum Terminal des Flughafens wird von Regensburg aus künftig rund 75 Minuten betragen. Dies bedeutet eine Ersparnis von etwa fünf bis zehn Minuten. Bislang mussten Reisende in Freising den Zug verlassen, um dann per Bus weiter zum Flughafen im Erdinger Moos zu gelangen. Eine andere Möglichkeit war bislang die S-Bahn von Freising nach Neufahrn und nach einmal Umsteigen weiter zum Flughafen. Die BEG verspricht für die neue Verbindung "klimatisierte und barrierefreie Elektrotriebwagen".

Flugreisende aus der Nordoberpfalz werden allerdings weiterhin mindestens einmal umsteigen müssen, der Flughafenexpress startet ausschließlich in Regensburg. Auch bei der Reisezeit wird sich durch die neue Verbindung wenig ändern. Von Weiden verkürzt sich die Reisezeit durch die neue Verbindung um etwa fünf Minuten auf schnellstens 2:36 Stunden. Von Amberg aus werden Reisende in der Regel weiter 2:53 Stunden unterwegs sein. Lediglich eine Verbindung am Tag ist dann deutlich schneller und nur 2:31 Stunden unterwegs. Profitieren werden Reisende aus der Nordoberpfalz davon, dass sie für die Strecke ab Freising nicht mehr extra bezahlen müssen. Künftig gelangen sie mit dem Bayernticket direkt zum Flughafen. Der Bus-Abschnitt ab Freising ist dagegen nicht im Bayernticket enthalten und muss extra bezahlt werden.

Möglich macht die neue Anbindung die sogenannte "Neufahrner Gegenkuve". Die zweigleisige Neubaustrecke ermöglicht es Zügen aus Richtung Landshut auf die sogenannten Neufahrner Spange einzubiegen, welche bisher vor allem die Münchener S-Bahn-Linie 1 auf dem Weg zum Flughafen nutzt. Um den Bau der Gegenkurve zu beschleunigen, hatte der Freistaat Bayern selbst die Planungsleistungen übernommen. Die Verantwortung für das Schienennetz liegt rein rechtlich beim Bund. Der Bau des 2,2 Kilometer langen Abschnitts begann im Jahr 2014. Bis zum jetzigen Abschluss soll das Projekt Kosten von 91 Millionen Euro verursacht haben.

Besserer Anschluss nach Regensburg:

Um die Verkehrssituation in Regensburg zu entlassten, verbessert die Bayerische Eisenbahngesellschaft mit dem Winterfahrplan ab 9. Dezember auch die Zuganbindung in die Bezirkshauptstadt. Dies betrifft den Anschluss in Richtung Niederbayern, aber auch in den Norden der Oberpfalz.

„Durch zusätzliche Zugbestellungen baut die BEG das Zugangebot zwischen Schwandorf und Regensburg deutlich aus.“ So werde die Oberpfalzbahn (OPB) ihren aktuellen Fahrplan im morgendlichen Berufsverkehr erweitern.

Zusätzlich wird die DB Regio wochentags vier Regionalexpress-Verbindungen von Nürnberg über Amberg nach Schwandorf bis Regensburg verlängern. Die Züge halten in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof und sollen die seit 2017 entfallenen Alex-Zwischenhalte kompensieren.

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