Regensburg
12.08.2026 - 09:17 Uhr

Betrugsmasche Schockanruf: 19-Jähriger in Regensburg festgenommen

Die Polizei hat in Regensburg einen 19-Jährigen bei einer geplanten Geldübergabe nach einem Schockanruf festgenommen. Die Beamten warnen vor der Betrugsmasche.

Ein 19-Jähriger wurde in Regensburg bei einer geplanten Geldübergabe nach einem Schockanruf festgenommen. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein 19-Jähriger wurde in Regensburg bei einer geplanten Geldübergabe nach einem Schockanruf festgenommen. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche.

Die Polizei hat in Regensburg einen 19-Jährigen bei einer geplanten Geldübergabe nach einem sogenannten Schockanruf festgenommen. Laut Polizeibericht erhielt eine Seniorin aus dem Ortsteil Schwabelweis am Freitag, 7. August, gegen 14 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als Ärztin ausgab und einen schweren Unfall der Tochter vortäuschte. Die Anruferin behauptete, der Tochter der Seniorin müsse aufgrund der Verletzungen vermutlich ein Bein amputiert werden. Als angebliche Alternative nannte die Anruferin eine kostenintensive Behandlung mit einem Medikament aus der Schweiz. Sie forderte dafür Bargeld und Schmuck.

Die Seniorin packte daraufhin vermeintliches Bargeld und Schmuck in eine Tasche, die einem angekündigten Abholer übergeben werden sollte. Ein weiterer Beteiligter war während des Telefonats anwesend und informierte die Polizei. So konnten die Beamten den 19-Jährigen bei der Übergabe festnehmen. Der Mann wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei warnt erneut vor Schockanrufen und gibt folgende Tipps:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch vermeintliche Ärzte.
  • Ein Arzt fordert am Telefon niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um eine Behandlung durchzuführen oder ein Medikament zu besorgen!
  • Übergeben Sie nie Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte!
  • Legen Sie auf und rufen Sie die offizielle Nummer der Klinik oder Praxis an.
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel 110 wählen.
  • Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vorname und Adresse herausnehmen. Zum Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/
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