28.05.2018 - 07:22 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Chlorgas in Regensburger Fitnessstudio ausgetreten

In einem Regensburger Fitnessstudio in der Nähe des Dultplatzes tritt am Sonntagabend Chlorlaugenbleiche aus. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an. Die Arbeiten sind nur unter Chemikalienschutzanzügen möglich.

Chlorlaugenbleiche tritt in Fittnessstudio in einem Pumpraum kurz vor Ladenschluss aus - Feuerwehr rückt im Großaufgebot an - Arbeiten nur unter Chemikalienschutzanzügen möglich.
von Alexander AuerProfil

Gegen 20:50 Uhr kam es an der Frankenstraße in der Nähe der Regensburger Dult zu einem Großeinsatz der Berufsfeuerwehr, als am Sonntagabend der Einsatz über den Austritt von einem möglichen Gefahrstoff in einem Pumpraum des Schimmbades eines Fittnessstudios wenige Minuten vor Ladenschluss bei der Feuerwehr ein ging. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte tatsächlich fest, dass in dem gemeldeten Raum der Gefahrenstoff Chlorlaugenbleiche austrat. Mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) konnten die Einsatzkräfte unter schweißtreibender Arbeit die auslaufende Flüssigkeit auffangen. Laut dem Einsatzleiter bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Umwelt oder der Anwohner, geschweige denn für die wenigen Personen, die noch im Fitnessstudio waren. Der Schaden war auf den Raum, wo der Stoff die Chlorlaugenbleiche austrat, begrenzt.

Aufwenig bei dem Einsatz war, dass die Einsatzkräfte unter Atemschutz in dem Chemikalienschutzanzug nur rund 20 bis 25 Minuten lange im betroffenen Raum arbeiten konnten, bevor sie zur Dekontamination wieder aus dem Gefahrenbereich herauskommen mussten. Da es sich bei dem austretenden Stoff "nur" um Chlorlaugenbleiche handelte, konnte der Stoff mit viel Wasser verdünnt und somit neutralisiert werden. Auch die Einsatzkräfte unter dem CSA wurden zur Dekontamination mit reichlich Wasser abgespühlt. Nachdem einige Messungen anhand dem Notfall-Datenblatt des Stoffes gemacht werden konnten, stellte der Stoff nach Verdünnung mit Wasser keine Gefahr für Menschen oder der Umwelt mehr dar.

Weil sich der Einsatz jedoch über mehrere Stunden zog, wurde die Feuerwehr Wuzelhofen zur Wachbesetzung in die Feuerwehrhauptwache nach Regensburg alarmiert, um die Alarmbereitschaft derweil sicher zu stellen. Nachdem die Berufsfeuerwehr den auslaufenden Stoff nach mehreren Stunden neutralisiert hatte, konnten die Kräfte wieder abrücken. Eine Fachfirma muss nun den Pumpenraum nochmal reinigen, bevor der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann, schilderte der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Regensburg.

Bilder vom Einsatz

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