26.07.2019 - 08:54 Uhr
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Feuerwehr Regensburg: Großeinsatz an heißestem Tag

An einem der heißesten Tage im Jahr waren alle Regensburger Feuerwehren über Stunden im Einsatz. Die Fassade und der Dachstuhl eines Hauses in der Innenstadt brannten. Es war jedoch nicht der einzige Einsatz an diesem Tag.

von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Donnerstagnachmittag wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Brand an einer Hausfassade in der Regensburger Altstadt gerufen. Das Feuer sollte die Einsatzkräfte bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages beschäftigen. Denn, wie Iris Krimm vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz mitteilte, war das der Auftakt zu einer Alarmierungsserie im gesamten Stadtgebiet.

Wie die Polizei mitteilte, hatten die Bauarbeiten eines 42-Jährigen der Brand ausgelöst. Der Mann wollte ein Metallgitter an der Fassade des Hauses mit einer Flex entfernen. Der Efeu am Gitter fing daraufhin Feuer. Die Flammen breiteten sich laut Polizeibericht rasch bis in den Dachstuhl aus. Als die Einsatzkräfte die Brandstelle erreichten, quoll bereits dicker Rauch unter dem Blechdach hervor, das sich über zwei ausgebaute Dachgeschosse erstreckt. Die dichte Bebauung in der Innenstadt erschwerte der Feuerwehr die Brandbekämpfung. Iris Krimm dazu wörtlich: "Neben dieser extrem ungünstigen baulichen Situation kam noch dazu, dass das Gebäude lediglich von einer Seite mit der Drehleiter anfahrbar ist." Demnach habe sofort festgestanden, dass die Löschaktion extrem zeitaufwendig sein würde. Zudem bestand die Gefahr, dass die Flammen auf die Nachbarhäuser übergreifen.

Enormer Personal- und Materialaufwand

Insgesamt brachten die Helfer eine zweite Drehleiter, mehrere Kettensägen und Trennschleifer sowie einen Atemschutzcontainer zum Einsatz. Es wurde weiteres Personal der Freiwilligen und der Berufspersonal angefordert. Die Feuerwehr begann damit, das Blechdach Stück für Stück von außen sowie von innen anzutragen, um das Feuer im Dachstuhl bekämpfen zu können. Iris Krimm: "Dabei waren teilweise fünf Trupps gleichzeitig im Innen - und Außenangriff tätig." Nachdem das Dach geöffnet war, konnten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle bringen und schließlich auch die letzten Glutnester löschen. Beendet war der Einsatz am Freitagmorgen um 4.30 Uhr. Vier Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Die Kriminalpolizei schätzt den entstandenen Schaden in etwa auf eine halbe Millionen Euro.

"Der enorme Personal- und Materialeinsatz machte es notwendig, dass wirklich alle Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Regensburg alarmiert wurden und zum Einsatz kamen", teilte Krimm um 5.35 Uhr morgens mit und fügte hinzu: "Die Belastung für alle Einsatzkräfte war wegen der großen Hitze enorm und gerade auf die Getränkeversorgung musste viel Wert gelegt werden."

Elf weitere Einsätze

Der Dachstuhlbrand in der Innenstadt war nicht die Einzige Herausforderung für die Regensburger Feuerwehren an diesem Tag. Neben dem Einsatz in der Altstadt kamen in der Zeit von 16:00 bis 24:00 Uhr ganze elf weitere Notrufe hinzu.

Dabei handelte es sich unter anderem um Kleinbrände, Wohnungsöffnungen und ausgelöste fälschlich ausgelöste Feuermelder. Krimm teilte mit: "Außerdem kam es noch am Nachmittag zu einem Wohnungsbrand in der Dr.-Held-Straße, wo beim Eintreffen der Feuerwehr bereits dicker schwarzer Rauch aus dem Fenster der Wohnung quoll und der Treppenraum verraucht war."

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