12.07.2018 - 18:50 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Hohe Mieten in der Oberpfalz

Regensburg bleibt Spitzenreiter in der Oberpfalz - die Mieten steigen aber auch abseits der Bezirkshauptstadt. Selbst in ländlichen Regionen müssen Mieter mehr zahlen.

Regensburg ist bei vielen begehrt – entsprechend schießen inzwischen die Mieten nach oben.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

(gib) Dass die Mieten in Großstädten teils explodieren, ist ein bekanntes Phänomen. Doch auch in den ländlichen Regionen müssen Mieter deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das hat eine Analyse des Internetportals Immowelt.de ergeben. In der Oberpfalz haben sich die Mietpreise demnach in den vergangenen zehn Jahren an allen Orten deutlich erhöht - am meisten im Speckgürtel um Regensburg.

Am höchsten war der Anstieg bei den Mietpreisen im Zeitraum von 2008 bis 2017 im Landkreis Regensburg: Die Preise für die Kaltmiete sprangen im Schnitt von 5,50 Euro auf 8,30 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 51 Prozent. Dicht dahinter liegen der Landkreis Schwandorf (plus 49 Prozent auf 6,70 Euro pro Quadratmeter) und der Landkreis Cham (plus 45 Prozent auf 5,80 Euro).

Im Mittelfeld liegen der Landkreis Neumarkt (plus 40 Prozent auf 7,70 Euro), die Stadt Amberg (plus 42 Prozent auf 7,80 Euro), der Landkreis Amberg-Sulzbach (plus 34 Prozent auf 5,90 Euro), die Stadt Weiden (plus 32 Prozent auf 6,20 Euro) und der Landkreis Neustadt/WN (plus 30 Prozent auf 5,60 Euro).

Am günstigsten leben die Mieter weiterhin im Landkreis Tirschenreuth mit einem Durchschnittspreis von 5,10 Euro pro Quadratmeter. Hier war auch der Anstieg mit 16 Prozent am niedrigsten. Am teuersten wohnen die Regensburger mit einem Mietpreis von 10,70 Euro pro Quadratmeter. Der Anstieg war hier im vergangenen Jahrzehnt mit 37 Prozent allerdings vergleichsweise moderat.

Auch bayernweit gibt es eine Überraschung: Zwar ist München mit einem Mietpreis von 17,10 Euro pro Quadratmeter nach wie vor mit Abstand das teuerste Pflaster im Freistaat. Den höchsten Preisanstieg verzeichnete aber die Stadt Bayreuth mit einem Plus von 63 Prozent auf 9,10 Euro pro Quadratmeter. In München lag das Plus bei 53 Prozent. Am günstigsten wohnen Mieter mit 4,20 Euro weiterhin im Landkreis Wunsiedel (Anstieg 24 Prozent).

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Kommentare

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Stefan Kreuzeck

Es muss mehr Wohneigentum gefördert werden. Deutschland hat die niedrigste Eigentumsquote Europas und auch das spiegelt sich dann im Gesamtvermögen wider, das anderswo dann eben genau deswegen höher ist.

13.07.2018