27.02.2019 - 15:23 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Kinder für die Kunst sensibilisieren

Was die Museumspädagogik betrifft, ist das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg vorbildlich. Ein vielfältiges Angebot richtet sich dort an Mädchen und Buben. Neu sind zwei Kunstführer für Kinder.

Um die jungen Besucher kümmert sich im Kunstforum Ostdeutsche Galerie nicht nur das Museumsmaskottchen Koggi. Bei verschiedenen Aktionen verschaffen Mitarbeiter des Hauses den Kindern einen Zugang zur Kunst.

Eine herrlich verschneite Winterlandschaft, gruselige Gestalten in einem Bild über den Aberglauben, drei kleine Kinder im Narzissenbeet: In den Beständen des Kunstforums Ostdeutsche Galerie gibt es so manches, was auch Kinder interessieren dürfte. Tatsächlich gehört es in dem Regensburger Museum fast schon zur Tagesordnung, dass sich Mädchen und Buben vor Arbeiten der Schausammlung drängen.

Dies allerdings lässt sich nicht nur auf eine kinderfreundliche Auswahl der Ausstellungen zurückführen. Hinter der Attraktivität des Kunstmuseums fürs junge Publikum steckt ein ausgeklügeltes Programm. Zwei neue Kunstführer für Kinder sind dabei nur das gegenwärtige i-Tüpfelchen.

"Es geht uns darum, die Kinder zu sensibilisieren für die Kunst", fasst es Gabriela Kasková zusammen. Die beiden Hefte, die die Pressesprecherin des Kunstforums in den Händen hält, sind zwei weitere Punkte der Museumspädagogik, die das Haus im Regensburger Stadtpark geradezu vorbildlich durchführt.

"Mit Koggi durch's Museum" lautet der Titel der bunten Broschüren. Das rot-zottelige Museumsmaskottchen Koggi lädt darin ein zu "tollen Abenteuern" in der Welt der Bilder. Beim Rundgang selbst stellen Pferde, Hunde und Vögel unter Beweis: Kunst kann Kinder ansprechen. Und nicht nur das. Eine altersgerechte Einführung in die Thematik erklärt Techniken und Kunstepochen von der Romantik bis zur Neuen Sachlichkeit.

"Unser Angebot erweitert sich ständig", sagt Gabriela Kasková und legt die beiden Hefte beiseite. Noch viel mehr als die zwei neuen Infobroschüren hat das Kunstforum fürs junge Publikum in petto: Regelmäßige Führungen für Kinder - und teils sogar auch von Kindern - stellen einzelne Themen des Hauses vor. Dass die jungen Besucher im Anschluss selbst kreativ werden können, ist dabei ein fester Bestandteil.

Vernissagen sind im Kunstforum stets zeitnah ergänzt durch Kindereröffnungen. Angebote für Schulklassen, Ferienworkshops, Atelierkurse und Kindergeburtstage zielen allesamt auf ein Anliegen: "Es geht darum, dass Kinder die Kunst entdecken", hält Kasková fest. Gerne auch gemeinsam mit Erwachsenen. Oder aber mit Gleichaltrigen mit anderem Hintergrund.

Integrative und inklusive Führungen und Kurse haben im Kunstforum Tradition. Seit mehr als zehn Jahren bietet dort die Stiftung "KreBeKi" gemeinsame Aktionen "für Kinder mit und ohne Handicap" an. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder bezeichnet sie als "bereichernd für uns alle".

"Von den blauen Bergen" lautet das Thema des nächsten inklusiven Workshops. Er steht am 23. März auf dem Programm des Kunstforums und ist wie immer kostenlos. Der Titel klingt nach Frühlingsstimmung. Und sicher lassen sich dabei auch einige Tiere oder Altersgenossen unter den Werken des Museums entdecken.

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