21.02.2020 - 18:18 Uhr
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Nonsens und Noblesse: Zum 60. Geburtstag von Fürstin Gloria

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Am Sonntag feiert Gloria von Thurn und Taxis ihren 60. Geburtstag. Ein Kommentar von Frank Werner zur umstrittenen Oberpfälzerin.

Gloria Fürstin von Thurn und Taxis im Juli 2019 beim Sommerempfang des bayerischen Landtags im Garten von Schloß Schleißheim.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Mehr Gegensatz in einer Person geht nicht: Gloria von Thurn und Taxis polarisiert wie keine zweite Oberpfälzerin. Die umstrittene Adelige redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, oft Nonsens statt Noblesse.

Mit ihren erzkonservativen Thesen ist sie ein großer Bremser der Reformbewegung in der katholischen Kirche, ganz nach dem Geschmack ihres Freundes, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Christliche Nächstenliebe mag sie in ihrer Regensburger Armenküche praktizieren, bei ihren Ansichten zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel sieht das schon wieder anders aus. Mit vielen Aussagen befeuert sie die Ressentiments am rechten Rand.

Glorias Geschäftssinn ist legendär. Ob der Weihnachtsmarkt oder die Schlossfestspiele - der Besuch in dem edlen Ambiente von St. Emmeram hat seinen Preis. Auf der anderen Seite: Gloria bringt Künstler in die Oberpfalz, die sonst nur in den Metropolen auftreten. Eines ist sicher: Die Fürstin wird auch nach ihrem 60. Geburtstag an diesem Sonntag noch lange für Gesprächsstoff sorgen. Sie sieht sich selber ohnehin am ehesten auf einer Comedy-Bühne, wie sie bei Sandra Maischberger kürzlich gestand. Die von Thurn und Taxis nicht bierernst zu nehmen - vielleicht das beste Rezept für ihre Kritiker.

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