26.05.2020 - 20:40 Uhr
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Nürnberg mit Remis in Regensburg: Lage dennoch brenzlig

Das Eigentor des Jahn-Regensburgs hat den 1. FC-Nürnberg am Dienstagabend in Regensburg gerettet. Aus dem Schneider sind Die Franken aber noch lange nicht.

Erik Wekesser von Regensburg und Hanno Behrens von Nürnberg (l-r.) in Aktion. Foto: Daniel Karmann/dpa-Pool/dpa
von Agentur DPAProfil

Für den 1. FC Nürnberg verkompliziert sich die Lage in der 2. Fußball-Bundesliga immer mehr. Der „Club“ rettete am Dienstagabend im Auswärtsspiel in Regensburg in der Nachspielzeit dank eines Jahn-Eigentors zwar ein 2:2 (1:1), verpasste aber einen so nötigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. Falls der Keller-Rivale Karlsruher SC am Mittwoch gewinnt, rutschen die Franken auf den Abstiegs-Relegationsrang. Regensburg dagegen steht nun bei 35 Punkten und kommt der ominösen 40-Zähler-Marke sowie der Rettung näher.

Der Nürnberger waren durch Mikael Ishak in der 11. Minute in Führung gegangen. Andreas Albers (44.) und Sebastian Stolze (48.) drehten das Spiel kurz vor und nach der Pause. In der vierten Minute der Nachspielzeit unterlief Tim Knipping per Kopf das Eigentor zum 2:2.

Nachdem schon Nürnbergs Trainer Jens Keller einen unbedingten Willen gefordert hatte, wollte auch Sportchef Robert Palikuca vor dem Anpfiff „diese Bereitschaft jetzt in Besessenheit umwandeln“. Davon aber war im Freistaat-Duell bei den Regensburgern wenig zu sehen.

Hatten die Franken in den beiden ersten Geisterspielen beim 0:1 in St. Pauli und dem 1:1 gegen Aue noch große Chancen vergeben, ließ Ishak die Gäste immerhin früh jubeln. Der Schwede, der erstmals seit Anfang November wieder spielte und erst zum dritten Mal in dieser Saison in der Startelf stand, verwertete eine Vorlage von Kapitän Hanno Behrens. Ishak machte dabei auch seinen Patzer aus der 2. Minute wett, als er freistehend aus wenigen Metern deutlich verzog.

Die frühe Führung aber gab dem „Club“ keine Sicherheit, fortan dominierte der Jahn deutlich und hatte bei zwei Pfostentreffern durch Albers (28.) und Chima Okoroji (38.) Pech. Der auffällige Albers, der überraschend statt dem Regensburger Kapitän Marco Grüttner als Sturmspitze in der Anfangself stand, stolperte eine Hereingabe an Torwart Christian Mathenia vorbei über die Linie - der Schlussmann war nach seiner Rot-Sperre zurück in den Nürnberger Kasten gekehrt. Direkt nach dem Seitenwechsel wurde Mathenia dann aber erneut überwunden, als Stolze einen Abpraller des Keepers verwertete.

Das Heim-Team von Trainer Mersad Selimbegovic agierte schnörkelloser und spritziger bei den schnellen Angriffen, die Nürnberger verhedderten sich immer wieder oder patzten durch Fehlpässe. Erst spät wurden sie gefährlich. In der 79. Minute traf der eingewechselte „Club“-Stürmer Adam Zrelak mit einer Kopfball-Bogenlampe nur die Querlatte. Zum Ausgleich benötigten der FCN Regensburger Hilfe.

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