31.07.2020 - 16:52 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

OnTour Teil VII: Mit dem Rad nach Regensburg

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Die Oberpfalz punktet mit Natur, Ruhe, Ursprünglichkeit. Wer es aber einmal bunt und quirlig haben will, mit viel Kultur und Einkehrmöglichkeiten, der kann das auch haben. Diesmal geht es nach Regensburg.

Der Blick von der Jahninisel auf die Altstadt Regensburgs
von Ernst FrischholzProfil

Fahrradfahren in der Oberpfalz ist traumhaft. Das weiß, wer die ersten sechs Teile der Serie „OnTour“ verfolgt hat. Dem Freizeit-Radler bieten sich zwischen Schierling und Waldsassen so viele Möglichkeiten. Eine Stadt wie Regensburg gibt es im ganzen Bezirk aber nur einmal. Und so ist auch diese Tour aus dem südlichen Landkreis Schwandorf, durch den Kreis Regensburg in die alte Römerstadt und wieder zurück etwas einmaliges, das sich kein Radl-Fan entgehen lassen sollte – selbst wenn man Regensburg von früheren Besuchen mit Auto oder Bahn gut kennt.

Die Tour als Download (gpx) finden Sie hier

Aus diesem Grund soll hier auch nicht über die touristischen Höhepunkte vor allem der Regensburger Altstadt gesprochen werden. Diese sind allgemein bekannt oder auch an anderer Stelle gut dokumentiert. Hier geht es um den Weg in die Stadt, der bereits viele lohnende Abschnitte und Fotomotive bereithält.

Los geht der Radlspaß aber etwas weiter im Norden: in Maxhütte-Haidhof. Der Ort ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Eisenbahn sehr gut zu erreichen und lässt sich auch wunderbar in die Radrunde integrieren. Weil auch die Parkplatzsuche kein großes Problem darstellt, geht es bald auf in Richtung Burglengenfeld. Das geht entweder durch Maxhütte, Orientierungspunkt ist dann die Barbarakirche. Die zweite Möglichkeit führt vom Bahnhof ein Stück zurück auf den Radlweg, der entlang dem Zubringerstraße zur Autobahn verläuft.

Erster Höhe- und Haltepunkt: Marktplatz von Burglengenfeld

Erster Höhe- und Haltepunkt ist der historische Marktplatz von Burglengenfeld. Vorbei am Rathaus geht es zur Brücke über die hier bereits sehr breite Naab. Nach der Brücke geht es sofort links auf den wirklich sehr schönen Naabtalradweg (ausgeschildert) nach Kallmünz (8,7 km).

Hier ließ sich einst der Maler Wassily Kandinsky inspirieren. Wer auf der steinernen Brücke die Naab überquert und dabei die Silhouette des Markts betrachtet, der ist darüber nicht verwundert. Danach folgt der Radler links der Ausschilderung: 23 Kilometer bis Regensburg sind angeschrieben. Durchs Naabtal geht es vorbei an Krachenhausen, Pielenhofen und Maria Ort, wo die Naab in die Donau mündet. Jedes der kleinen Dörfer bietet sich für einen Stopp an. Das Ziel aber bleibt Regensburg, das man nach einem kurzen Abschnitt auf einem Radweg entlang der Bundesstraße erreicht. Kurz nachdem die Autobahn unterquert ist, es rechts auf einer Überführung weiter. Wer diese Abzweig nicht verpasst, erreicht schnell und ohne Stress die Steinerne Brücke.

Einkehr oder Stadtbummel

Nach Einkehr oder Stadtbummel geht es über dieses Wahrzeichen nach Stadtamhof, dort geht es nach rechts bis man auf die Regenbrücke trifft. Hier beginnt der Regentalradweg, dreizehn traumhafte Kilometer führen entlang des Regens bis Regenstauf. Bei der Eichmühle überquert die Runde im Ort den Regen. Wenn der ein Stück weiter im Norden nach rechts in Richtung Nittenau abbiegt, beginnt der letzte Abschnitt der Tour. Auf der Straße geht es nun nach Ponholz. Über Leonberg erreichen die Radler Maxhütte-Haidhof, wo der Weg nach rechts zum Bahnhof führt. Wer in Burglengenfeld gestartet ist, fährt das Stück noch weiter.

Ernsts Touren-Tipp: Ganz entspannt hinein ins Gewühl

Natürlich ist Regensburg kein besonders origineller Tipp. Jeder war schon dort und doch – mit dieser Radl-Tour kann man die Hauptstadt der Oberpfalz einmal ganz anders erleben: Kein Stau am Pfaffensteiner Tunnel, keine entnervende Parkplatzsuche, kein langer Fußmarsch vom Auto in die Altstadt. Es ist bemerkenswert, wie einfach und unkompliziert das auch bei der ersten Anfahrt klappen kann. Hier lassen sich Flair und Angebot der Stadt genießen – völlig ohne Stress bei der Anfahrt.

Hier lassen sich Flair und Angebot der Stadt genießen – völlig ohne Stress bei der Anfahrt.

Ernst Frischholz

Ernst Frischholz

Und auch diese hat Ihren Reiz, die Strecke durchs untere Naabtal, vorbei am historischen Burglengenfeld und durch den alten Malerort Kallmünz, sie ist viel mehr als „nur“ die Anfahrt zur großen Attraktion. Die Strecke mit ihren 69 Kilometer hält rund 420 Höhenmeter bereit. Schwere Berge gibt es auf der Strecke nicht, nur beim Maxhütte-Haidhofer Ortsteil Leonberg gibt es einen etwas längeren Berg.

Die Runde führt ausschließlich über besten Untergrund, sie ist selbst in Regensburg gut ausgeschildert. Fahrbar ist die Tour mit jedem Radl. Falsch machen kann man bei der Tourenplanung dann beinahe auch nur einen Punkt: Wenn man zu wenig Zeit einplant. Diese Tour füllt leicht einen ganzen Tag.

Touren-Tipps:

Die Anfahrt

Mit dem Auto auf der A 93 bis Ausfahrt Teublitz und dann nach Maxhütte.Haidhof. Die Bahnhofstraße bietet sich als Startpunkt an. Der Zug aus Richtung Schwandorf/Amberg/Weiden hält hier im Stundentakt. Wer nicht die ganze Runde fahren und mehr Zeit in Regensburg haben will, kann von dort mit dem Zug zurück zum Parkplatz in Maxhütte-Haidhof fahren. In der Nordgaustraße gibt es eine E-Bike-Ladestation.

Info:

Touren-Höhepunkte

  • Burglengenfeld: Der Marktplatz in Burglengenfeld mit seinem vielen historischen Gebäuden ist einen Stopp wert.
  • Kallmünz (8,7 Kilometer):An der Mündung der Vils in die Naab. Das Zentrum mit den alten Häusern und engen Gassen ist ebenso reizvoll wie die Burgruine auf dem Jurafelsen hoch über dem Ort.
  • Regensburg (32 Kilometer): Über allem steht jedoch Regensburg. Altstadt, Dom, hier muss der Radler Prioritäten setzen.
  • Die Radlstrecke: Vor allem auf dem langen Abschnitt zwischen Burglengenfeld und Regenstauf präsentiert sich die Oberpfalz von ihrer schönsten Seite.
Info:

Einkehrmöglichkeiten

  • Burglengenfeld: Der Marktplatz bietet eine breite Palette. Allerdings liegt der Ort früh an der Strecke. Mit E-Bike-Ladestation direkt am Parkhaus.
  • Kallmünz: Die Eisdiele am Marktplatz bietet sich für einen kurzen Stopp an. Auch eine Reihe Wirtshäuser gibt es.
  • Krachenhausen: Gasthof „Birnthal“. Ein absoluter Tipp. Mit E-Bike-Ladestation.
  • Regensburg: Zu Regensburg hier kein Vorschlag: (Fast) alles ist möglich.
  • Regenstauf: Eichmühle an der Regenbrücke mit Außenbereich. Ladestation im Suttenweg.

Die Serie
Täler, Hügel, Wald und Wiesen, dazwischen wenig befahrene Wege und Straßen. Ließe man einen Designer am Computer die ideale Landschaft zum Radfahren entwerfen, sie würde aussehen wie die Oberpfalz. In dieser Serie stellt Oberpfalz-Medien einige der schönsten Touren durch den Bezirk vor.

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