13.06.2018 - 18:53 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Polizei kontrolliert in Regensburger Asylheimen

Bilanz der Einsatzkräfte: Marihuana, gestohlene Fahrräder, gefälschte Markenware und eine illegale Tierzucht.

Symbolbild
von Alexander Unger Kontakt Profil

Beamte der Polizeiinspektion Regensburg Süd haben am Dienstag gemeinsam mit Unterstützungskräften aus dem Präsidialbereich sowie mit der Bereitschaftspolizei zwei Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber im Regensburger Stadtosten kontrolliert.

Beamte der Polizeiinspektion Regensburg Süd haben am Dienstag gemeinsam mit Unterstützungskräften aus dem Präsidialbereich sowie mit der Bereitschaftspolizei zwei Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber im Regensburger Stadtosten kontrolliert.
In einer, drei syrischen Staatsangehörigen zugeteilten Wohnung, stellten die Einsatzkräfte eine große Menge an "offensichtlich gefälschter Markenware" sicher. "Es handelte sich um verschiedene Bekleidungsstücke sowie Taschen und Uhren", berichtet Polizeisprecherin Tanja Nuß. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die drei Wohnungsinhaber sowie gegen zwei weitere Asylbewerber wegen eines Vergehens nach dem Markengesetz. Einen Afrikaner erwartet ein ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz. Er war im Besitz einer "geringen Menge Marihuana".
Bei zwei weiteren Personen stellten die Beamten einen Verstoß gegen eine "von der Ausländerbehörde auferlegte räumliche Beschränkung" sowie eine Ausschreibung zur Aufenthaltsvermittlung fest. In zwei Kellerräumen und in einem Fahrradständer im Hof überprüften die Beamten mehrere Fahrräder. Zwei Räder waren nach einem Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben, bei einem Rad war die Rahmennummer verändert. Die Polizeiinspektion Regensburg Süd übernahm die weiteren Ermittlungen.

26 Tiere in Drei-Zimmer-Wohnung

In der Drei-Zimmer-Wohnung einer 44-jährigen Mutter von vier Kindern, entdeckte die Polizei 26 Tiere (13 Hunde und 13 Katzen). Die Wohnungsinhaberin gab an, die Tiere zu züchten und anschließend zu verkaufen. Die Asylbewerberin hatte weder eine Zuchterlaubnis noch die entsprechenden Papiere für die Hunde und Katzen. Das Veterinäramt stellte die Tiere sicher. Gegen die Frau wird unter anderem wegen Verstößen nach dem Tierschutzgesetz ermittelt.
"Zu weiteren Vorkommnissen kam es nicht. Die Kontrolle verlief störungsfrei und die Asylbewerber verhielten sich sehr kooperativ", bilanziert Polizeioberkommissarin Tanja Nuß.

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