16.05.2019 - 07:35 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Polizei lobt Umgang mit Trickbetrügern

Dem "vorbildlichen Verhalten der älteren Generation" sei es zu verdanken, dass es Trickbetrüger im Raum Regensburg im Mai bislang schwer hatten.

Symbolbild
von Maria Oberleitner Kontakt Profil

In vier Fällen versuchten Anfang Mai unbekannte Täter telefonisch bei vorwiegend älteren Personen an deren Geld zu gelangen. Wie die Polizei berichtet, bemerkten die Angerufenen in allen Fällen sehr schnell, dass es sich um erfundene Geschichten handelte - und die Gauner gingen leer aus. Die Senioren verständigten umgehend die Polizei.

Seit Anfang Mai gaben sich unbekannte Täter am Telefon entweder als Neffe oder als falsche Polizeibeamte aus. Dabei versuchten die Gauner Informationen über mögliche Wertsachen herauszufinden. Die Polizei schreibt den Erfolg vor allem der guten Präventionsarbeit zu: Die Tricks der Betrüger seien zum Großteil bekannt. In der Mitteilung ist zu lesen: "Das vorbildliche Verhalten der älteren Generation freut die Regensburger Polizei einmal mehr, zeigt es doch, dass sich die Bevölkerung die polizeilichen Präventionstipps in der Tagespresse aufmerksam durchliest und die Handlungsempfehlungen erfolgreich umsetzt."

Nichtsdestotrotz…. Tipps der Polizei:
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf
  • bergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach
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