Schwarzfahrerin beschäftigt 13 Polizisten

Regensburg
21.11.2022 - 15:49 Uhr

Unter gar keinen Umständen wollte die überführte Schwarzfahrerin in Regensburg aus dem Zug aussteigen. Erst 13 Bundespolizisten konnten sie doch "überzeugen".

13 Bundespolizisten und ein Paar Handschellen waren laut Polizei am Freitag nötig, um eine Schwarzfahrerin ruhig zu stellen.

Dreizehn gegen eine: Eine 41-jährige Frau hat sich am vergangenen Freitag am Bahnhof Regensburg so heftig gegen den Verweis aus einem Zug gewehrt, dass 13 Polizisten anrücken mussten, um die Situation zu klären. Gegen die Frau wird laut zuständiger Bundespolizei Waldmünchen nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs ermittelt. Gemeinsam mit ihrem 16-jährigen Sohn muss sie sich zudem wegen Urkundenfälschung und Betrugs verantworten.

Ausgelöst wurde der Vorfall gegen 18.45 Uhr laut Polizeibericht durch ein gefälschtes Bahnticket, das die Frau und ihr Sohn im Regionalexpress von Nürnberg nach München vorgezeigt hatten. Der Zugbegleiter habe die Frau und ihren Sohn deshalb von der Fahrt ausgeschlossen, schreibt die Polizei. Weil die Frau den Zug nicht verlassen wollte, "eskalierte die Situation".

Bei der Ankunft des Zuges in Regensburg habe eine vorab informierte Bundespolizeistreife den Sachverhalt aufnehmen wollen. Die 41-Jährige weigerte sich aber auszusteigen, die Bundespolizisten erteilten einen Platzverweis. Aber "auch die mehrmalige mündliche Androhung der Bundespolizisten, den Platzverweis notfalls mit unmittelbarem Zwang durchzusetzen, bewirkte bei der Frau kein Einlenken", heißt es weiter.

Tatsächlich habe sich die Schwarzfahrerin so heftig gewehrt, dass die eingesetzten Beamten Unterstützung anfordern mussten. "Erst mit zehn weiteren Bundespolizisten gelang es, die Frau zu bändigen", heißt es weiter. Selbst am Bahnsteig habe sie noch um sich geschlagen, "weswegen sie gefesselt werden musste". Immerhin gab es bei dem Vorfall keine Verletzten.

Nach der Aufnahme der Personalien kamen beide wieder frei, die Ermittlungen laufen nun aber. Dabei stehen auch die Aufnahmen der sogenannten Bodycams zur Verfügung. Die Beamten hatten diese Kameras am Körper während des Einsatzes eingeschaltet.

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