Regensburg
13.07.2022 - 13:41 Uhr

Sexualpädagogik-Kurs an Schule von Behörden abgebrochen

Ein Verein bot an einer Grundschule im Landkreis Regensburg einen Sexualpädagogik-Kurs an. Die Behörden schritten ein. Der Vorwurf: Der Verein vertritt fundamentalchristliche Werte.

Ein Sexualpädagogik-Kurs an einer Grundschule wurde von den Behörden abgebrochen. Symbolbild: Soeren Stache
Ein Sexualpädagogik-Kurs an einer Grundschule wurde von den Behörden abgebrochen.

Ein Sexualpädagogik-Kurs in einer vierten Klasse an einer Grundschule im Landkreis Regensburg ist vom Schulamt und dem Kultusministerium nach Recherchen des BR abgebrochen worden. Grund dafür ist, dass dieser durch den Verein "Teenstar Deutschland e.V." angeboten wurde. Der Verein steht für seine Nähe zu fundamentalistischen Christen in der Kritik. Auch Homophobie-Vorwürfe stehen im Raum.

Der Teenstar-Kurs sei in Einklang mit den Bayerischen Richtlinien zur Familien- und Sexualerziehung sofort abgebrochen worden, heißt es aus dem Kultusministerium. Der Verein bot als externer Dienstleister für Schulen den Kurs "Ich und mein Körper. Meine Entwicklung verstehen – stark werden für die Jugendzeit" an

"Teenstar" steht unter anderem in der Kritik, weil in einer Broschüre für Teenager steht, dass Masturbation "nicht gesund" sei und für eine Beziehung zum Problem werden könne. Außerdem werde die Haltung vertreten, dass zwei Männer oder zwei Frauen keine "wirkliche" Familie gründen können. Der Verein wehrt sich gegen die Vorwürfe.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.