09.12.2019 - 15:22 Uhr
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Sportzentrum für Krebskranke in Regensburg geplant

Auf dem Gelände der Uniklinik Regensburg soll bis 2022 ein Sport- und Bewegungszentrum für Krebspatienten entstehen. Das hat die Leukämiehilfe Ostbayern am Montag bekannt gegeben.

So soll das geplante Sportzentrum (links) neben dem Patientenhaus an der Uniklinik Regensburg aussehen.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Wie schon das 2018 fertiggestellte Patientenhaus soll auch das neue Projekt durch Spenden finanziert werden. 2,5 Millionen Euro kalkuliert die Leukämiehilfe Ostbayern unter Vorsitz von Professor Reinhard Andreesen für den Bau ein. Geplant ist ein Anbau an das Patientenhaus mit 500 Quadratmetern Fläche, aufgeteilt in eine Sporthalle sowie Geräte- und Trainingsräume. Die medizinische Wissenschaft bestätige, dass Bewegung und Sport eine hohe Bedeutung für die Bewältigung einer Krebserkrankung haben, teilte der Verein mit. Körperliche Aktivität reduziere die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung und erleichtere die Erholung nach Therapieende. Damit habe sie auch positive Effekte auf Psyche und Lebensqualität.

Die Leukämiehilfe Ostbayern fördert deshalb bereits seit 2018 das sporttherapeutische Bewegungsprogramm „Fit for Cure“. Onkologische Patienten finden hier spezielle Unterstützung, um ihre Kraft und Ausdauer während und nach der Krebstherapie zu stärken. Das geplante Sportzentrum soll noch mehr Patienten therapiebegleitend Zugang zu Sport und Bewegung ermöglichen. In dem Zentrum sollen erwachsene, aber auch ganz junge Krebspatienten von Physio- und Sporttherapeuten angeleitet und beraten werden.

Da das Zusammenwirken von Sport und Krebs nicht abschließend erforscht ist, soll das Sport- und Bewegungszentrum der Leukämiehilfe Ostbayern auch der wissenschaftlichen Arbeit dienen, wie der Verein erklärte. Klinische Studien über die Auswirkungen körperlicher Aktivität sollen dabei ebenso unterstützt werden wie die Erprobung neuer Sportprogramme und Hilfsmittel, etwa nach Komplikationen bei Stammzelltransplantationen.

Die im Jahr 2000 gegründete Leukämiehilfe Ostbayern hat sich zum Ziel gesetzt, dort unbürokratisch und direkt zu helfen, wo Patienten Begleitung und Unterstützung brauchen und diese durch die derzeitigen medizinischen Einrichtungen und Kostenträger noch nicht gegeben ist. Spendenmöglichkeiten unter www.leukaemiehilfe-ostbayern.de.

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