01.09.2020 - 19:21 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Stellenabbau bei Continental trifft bayerische Standorte

Die Continental-Spitze befürchtete schon im Frühsommer Schlimmes für die Zulieferbranche. Nun bringen die Corona-Einschläge dem Konzern noch striktere Sparziele.

Eine Absperrung steht an der Konzernzentrale von Continental.
von Agentur DPAProfil

Der geplante Stellenabbau beim Autozulieferer Continental und seiner abgespaltenen Antriebssparte Vitesco trifft bayerische Standorte hart. Nach Angaben der IG Metall sind Mitarbeiter in Regensburg, Nürnberg und Ingolstadt betroffen. Allein in Regensburg sollen der Gewerkschaft zufolge 2100 Jobs abgebaut werden. Andere Quellen gehen hier allerdings von nur rund 1000 Arbeitsplätzen aus. In Nürnberg sollen laut IG Metall gut 200 Jobs wegfallen, zu Ingolstadt lagen zunächst keine Zahlen vor. Continental selbst hat noch keine Details zur regionalen Verteilung der Abbaupläne bekanntgegeben - auch weil die Beratungen noch nicht abgeschlossen seien.

Die IG Metall kritisiert die Pläne: „Mit einem derart radikalen Kahlschlag konnte niemand rechnen. Nach Jahren voller satter Renditen hat das Unternehmen keine bessere Idee als einen hektischen, konzeptlosen Arbeitsplatzabbau anzukündigen“, sagte Rico Irmischer, Geschäftsführer der IG Metall Regensburg. Der Betriebsratsvorsitzende bei Continental in Regensburg, Herbert Brücklmeier, kündigte an, den Abbau nicht zu akzeptieren.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach von einem schweren „Schlag für die betroffenen bayerischen Mitarbeiter und ihre Familien“. Er will möglichst viele Jobs retten. „Wir sind mit Continental im Gespräch und werden nicht locker lassen, bis die bestmögliche Lösung für die Menschen gefunden ist“, sagte er. „Es geht auch darum, dass das Unternehmen alternative Beschäftigungsmöglichkeiten entwickelt und den Stellenabbau möglichst sozialverträglich organisiert.“

Corona lässt Continental tief in die Verlustzone rutschen

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