18.12.2018 - 18:04 Uhr
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Viel los auf Bayerns Autobahnen 2019: Baustellen sorgen für Staustellen

Was man auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub gar nicht gebrauchen kann: Baustellen. Doch hier müssen sich Autofahrer in Bayern 2019 auf einiges einstellen. Nur auf der "Hausautobahn" der Oberpfalz, der A 93, herrscht weitgehend Ruhe. Bisher jedenfalls.

Baustellen auf den Autobahnen bedeuten in der Regel vor allem eines: Staus. Auch im kommenden Jahr müssen sich Autofahrer in Bayern auf langfristige Verkehrsbehinderungen einstellen.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil

Für Autofahrer in Bayern wird es im neuen Jahr auf vielen Autobahnen eng. Wegen mehrerer Großbaustellen werden die Fahrstreifen schmaler oder weniger. "Allein auf den Autobahnen sind über 100 Baumaßnahmen mit einer Dauer von jeweils mindestens vier Tagen geplant", teilte das Verkehrsministerium in München mit. Obwohl die Baustellen zeitlich sorgfältig aufeinander abgestimmt würden, ließen sich Beeinträchtigungen nicht gänzlich vermeiden.

Die gute Nachricht für die Oberpfälzer: Auf der A 93 sind derzeit keine größeren Baumaßnahmen geplant. Allerdings sagt Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Süd in München im Gespräch mit Oberpfalz-Medien: "Die A 93 ist schon eine Autobahn, die so langsam in die Jahre kommt, daher diskutieren wir über sie derzeit." Er verweist auf die Fahrbahnschäden, die vor kurzem südlich von Regensburg für längere Zeit ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde notwendig gemacht hatten. "Darum werden wir uns kümmern müssen."

Nördlich von Regensburg, so Seebacher, seien an der A 93 nach derzeitigem Stand keine größeren Langzeitbaustellen für 2019 abzusehen. Möglich seien allerdings etwa Brückensanierungen oder Ausbesserungen. "Derzeit haben wir ohnehin ein Personalproblem, denn in der Oberpfalz konzentriert sich fast alles auf den Ausbau der A 3 bei Regensburg."

Von den laufenden Autobahnbaustellen sollen 2019 für den Verkehr freigegeben werden: der sechsstreifige Ausbau der A 3 zwischen Weibersbrunn und Haseltalbrücke sowie der achtstreifige Ausbau der A9 9 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning.

Darüber hinaus stehen 2019 unter anderem diese Großbaustellen an:

  • A 3: Die Mainbrücke Stockstadt soll auf einer Länge von rund drei Kilometern saniert werden. Von April bis Juni werden die Fahrstreifenbreiten eingeschränkt.
  • A 3: Auf acht Kilometern zwischen der Haseltalbrücke und der Anschlussstelle Marktheidenfeld sowie auf vier Kilometern zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Heidingsfeld und Würzburg/Randersacker geht der sechsstreifige Ausbau das ganze Jahr über voran.
  • A 3: Ab Juni soll die Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und der Anschlussstelle Erlangen-Frauenaurach sechsspurig werden. Die Bauarbeiten sollen bis 2024 dauern und erfolgen in öffentlich-privater Partnerschaft.
  • A 3: Auf 11 Kilometern zwischen den Anschlussstellen Burgweinting in Regensburg und Wörth an der Donau wird das ganze Jahr über am sechsstreifigen Ausbau und der Erneuerung der Brücken gearbeitet. Autofahrer müssen mit engeren Fahrstreifen rechnen.
  • A 3/A 73: Ganzjähriger Umbau des Autobahnkreuzes Fürth/Erlangen.
  • A 6: Zwischen den Anschlussstellen Schwabach-West und Roth wird die Strecke auf sechs Kilometern sechsspurig. Die Fahrstreifenbreiten werden während der Bauarbeiten das ganze Jahr über eingeschränkt.
  • A 73: Weil eine Unterführung zwischen den Anschlussstellen Wendelstein und Feucht (Landkreis Nürnberger Land) neu gebaut wird, können Fahrer von Mai bis Oktober nur fünf der sechs Spuren nutzen.
  • A 9: Die Lanzendorfer Talbrücke zwischen der Anschlussstelle Marktschorgast und dem Dreieck Bayreuth/Kulmbach wird von März bis Oktober saniert.
  • A 9: Zwischen dem Autobahndreieck Nürnberg/Feucht und der Anschlussstelle Hilpoltstein sollen acht Bauwerke ersetzt werden. Von April bis November wird ein Fahrstreifen flexibel in eine der Fahrtrichtungen freigegeben.
  • A 9: Auf zehn Kilometern zwischen der Anschlussstelle Manching und dem Dreieck Holledau wird ab Juni die Fahrbahn auf zehn Kilometern erneuert. Die Bauarbeiten gehen über das Jahresende hinaus.
  • A 92: Weniger Platz haben Autofahrern auf neun Kilometern zwischen den Anschlussstellen Freising-Mitte und Moosburg-Süd von Februar bis November.
  • A 96: Sechsspurig wird die Strecke zwischen den Anschlussstellen Gilching und Germering-Süd. Zudem werden Lärmschutzgalerien in Gilching und Germering gebaut.
  • A 99: Zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning wird das ganze Jahr über am achtstreifigen Ausbau gearbeitet. Währenddessen werden die Fahrstreifen enger.

(Mit Material der Nachrichtenagentur dpa)

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