Der Rosenheimer ist nach seinem gelungenen Solo-Debüt mit einem neuen Album da. Mit ihm drei Männer an Posaune/Tuba, Gitarre und Schlagzeug, die ihn auf seiner Tour begleiten. Doch im Mittelpunkt bleibt er schon selber: Fenzl, wie er sich nach seinem Abschied von Django3000 kurz und bündig nennt, mit seinem Kontrabass. Von der ersten Minute an geht die Post ab. Fenzl kennt keine Verschnaufpausen. Seine Musik - eine eigenwillige Mixtur aus Indie, Folk, Reggae, Ska und Alpen-Sound, reißt mit, animiert die Fans wie elektrisiert zum Tanzen. Dazu singt er von gefährlichen Frauen, Fakes und dem Feuer in der Liebe. Wer des Bayerischen nicht mächtig st, besitzt da so gut wie keine Chance, ihn zu verstehen. Sein Stil passt in keine Schublade, soll er ganz bewusst auch gar nicht. Fenzl ist eben Fenzl und sonst nichts. Seinen Anhängern gefällt's, wenn er schon beinahe akrobatisch auf den selbst gebauten Bass steigt, oder das schwere Instrument mit sich schleppt und inmitten der Zuhörerschaft platziert, um darauf wie besessen aufzuspielen. "Heid gheat uns de Welt" lautet dazu seine Botschaft. Wer sich darauf einlässt, kann während des Sets tatsächlich abtauchen in eine eigene Welt voller erbarmungsloser Rhythmen und charmanter Lässigkeit. Wild und laut geht es zu, temporeich und aufwühlend. Ganz anders als noch zum Einstieg: Die Songwriterin Moni aus Aichach, die mit Fenzl als Support durchs Land tourt, steht alleine an der Gitarre eher für die leiseren, nachdenklichen Töne. Sie - so scheint's - schont das Publikum, damit es sich bei Fenzl, dem Mann mit dem "scharfen Zett", dann voll verausgaben kann. Die Rechnung geht auf.
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