19.03.2020 - 11:24 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Zehn Jahre und zehn Länder

Nach zehn Jahren Galeriebetrieb schöpft Isabelle Lesmeister aus dem Vollen. Weggenossen ihres Kunstbetriebs überziehen in der ersten Gruppenausstellung des Hauses die Wände nahezu lückenlos.

Zehn Jahre internationaler Kunstbetrieb: Isabelle Lesmeister verabschiedet sich mit einer Gruppenausstellung und zieht anschließend weiter ins „Kunstkabinett“.
von Susanne WolkeProfil

Zehn Jahre gibt es sie nun schon, die "Galerie Isabelle Lesmeister" in der Regensburger Obermünsterstraße. Und plötzlich ist "alles anders". So lautet der Titel der aktuellen Ausstellung. Die Schau steht gleichsam stellvertretend für einen Wandel im Kunstbetrieb rund um Isabelle Lesmeister.

Dass die Galeristin nämlich erstmals die bei ihr vertretenen Künstler in einer Gruppenausstellung zeigt, ist kein Zufall. Die Schau ist gleichzeitig Jubiläums- und auch Abschlussausstellung der Galerie. Nach zehn Jahren macht Isabelle Lesmeister Schluss mit den Räumen in der Obermünsterstraße, aber nicht Schluss mit der Galerietätigkeit. Die Kunsthistorikerin zieht danach ein paar Gassen weiter und übernimmt das "Kunstkabinett Regensburg" von Marianne Schönsteiner-Mehr.

Die letzte Schau in den alten Räumen ist also ein Rückblick der "Galerie Isabelle Lesmeister". 67 Werke von 25 Künstlern hat die Hausherrin hier derzeit versammelt. Maria Agureeva, Luis Alvarez, Jenny Forster, Mathias Hornung, Karlos Perez, Nico Sawatzki, Johanna Strobel und andere: Die "Künstler der Galerie 2010 bis 2010" stehen für deren Programm.

"Die Internationalität der Galerie wird deutlich, wenn man sich die Herkunftsländer der Künstler anschaut", fasst es Isabelle Lesmeister zusammen. "Sie stammen aus zehn verschiedenen Ländern."

Russland, Kuba, Italien, Deutschland, die Schweiz,...: Vereint sind die Künstler mit unterschiedlicher Herkunft in der aktuellen Ausstellung durch ihre zeitgenössischen Positionen - und durch eine heute ungewöhnliche Hängung. Den Platzmangel in ihrer Galerie hat Isabelle Lesmeister nämlich wettgemacht durch eine überraschende Reminiszenz ans 19. Jahrhundert.

"Die Salonhängung erinnert an die frühen Gruppenausstellungen der Salonkünstler", bemerkt Lesmeister hierzu. Konkret heißt das: Die Wände der Galerie Lesmeister sind tapeziert mit Kunst aus zehn Jahren und zehn Ländern. Warum nicht? Immerhin ist hier derzeit "alles anders".

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