28.05.2026 - 13:29 Uhr

Rotmilane in Olching vergiftet

Erst gab es den Verdacht, nun liegen die Ergebnisse vor: Zwei Rotmilane wurden mit einem hochgefährlichen Nervengift getötet. Warum das auch für Spaziergänger und ihre Hunde ein Risiko sein kann.

Im Raum Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) sind zwei Rotmilane mit dem Nervengift Carbofuran vergiftet worden. Das hat die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Fürstenfeldbruck nach Abschluss der Untersuchungen bestätigt. Die Vögel waren Anfang Mai tot gefunden worden. Derzeit werden zudem tote Krähen auf mögliche Vergiftung untersucht, wie die Behörde weiter mitteilte.

Carbofuran ist seit 2008 in der EU verboten. Das Nervengift ist den Angaben zufolge für Mensch und Tier gefährlich und kann bereits über die Haut aufgenommen werden. Das Landratsamt appelliert an die Bevölkerung, tote Vögel oder verdächtige Substanzen nicht anzufassen und Kinder sowie Hunde von Fundorten fernzuhalten. Wer fündig wird, soll den Fundort dokumentieren und umgehend die Polizei sowie die Plattform „Tatort-Natur“ informieren.

Die Untersuchungen der Rotmilane wurden gemeinsam mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) am Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Fakultät der Universität München durchgeführt.

Tatort-Natur

© dpa-infocom, dpa:260528-930-140586/1

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