Erst die Hochzeit der österreichischen Außenministerin, dann ein Rendezvous mit der deutschen Bundeskanzlerin: Russlands Präsident Wladimir Putin nutzte den Samstag zu einer Charme-Offensive im Westen - die zwei ganz unterschiedliche Bilder lieferte.
In Berlin bei Angela Merkel ging's um die große Politik, die Kanzlerin und der Kreml-Chef sprachen rund drei Stunden über die Krisen in Ukraine und Syrien. Das ist wichtig und richtig. Putin ruft Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau Syriens auf. Man müsse den Regionen helfen, in die Flüchtlinge heimkehren könnten. Putin und Syriens Machthaber Baschar al-Assad brauchen die Flüchtlinge, die aus dem Land geflohen sind. Klingt für viele nach einer Win-win-Situation. Aber: Vielen Menschen, die die zerstörte Heimat wieder aufbauen wollen, erwartet Gefängnis oder gar Folter. So hat das Treffen in Berlin noch nichts Konkretes gebracht. Aber es ist ein erster Schritt, immerhin.
In der Steiermark bei der Hochzeit von Österreichs Außenministerin Karin Kneissl ging's vor allem um die Show. Eine bizarre Inszenierung mit Kosakenchor und abgesperrter Autobahn. Kneissl hatte Putin eingeladen, als hofierter Stargast. Als wäre er ein Schlagerstar, den man buchen könnte - "Wladimir und die Kosaken". Dabei ist er - netter Walzer hin oder her - immer noch ein autokratischer Machtpolitiker, der große Verantwortung trägt für große Probleme in der Welt.













Der Kommentar zeigt, wie Journalisten mit solchen Themen umgehen sollten - und wie nicht
Gegenbeispiel:
https://www.onetz.de/oberpfalz/pleystein/putin-gast-pleysteins-partnergemeinde-id2466177.html
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