Glaubt man einer Studie des Finanzdienstleisters Premium Credit, so hortet fast jeder fünfte Brite Lebensmittel, Medikamente und Getränke. Im Falle eines No-Deal-Brexits ohne Abkommen mit der EU rechnen Experten mit Lieferengpässen. Nun wird von Regierungsdokumenten berichtet, in denen von einem mehrmonatigen Zusammenbruch der Häfen und steigenden Sozialkosten ausgegangen wird. Auch die britische Pizzakette Dominos hat bereits angekündigt, ihre Vorräte aufzustocken - ein Drittel der Zutaten beziehe man aus dem Ausland, darunter Tomatensoße und Ananas.
Und obwohl die Briten zwar für den Brexit, nicht aber für einen ungeregelten EU-Austritt gestimmt haben, scheinen sie ihre Zukunft als Schicksal anzusehen und beginnen zu "preppen". Ähnliches Szenario bei den Abgeordneten: Statt gemeinsam die innenpolitischen Diskrepanzen ihrer Parteien zu überwinden, um eine gute Zukunft des Landes zu sichern, fügen sie sich ihrem Schicksal. Diese Lethargie seiner Landsleute spielt Boris Johnson in die Karten. Am Mittwoch trifft er auf Kanzlerin Angela Merkel, am Donnerstag auf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Es bleibt zu hoffen, dass diese ihm Räson mit auf den Weg geben oder sich die Abgeordneten auf einen Plan einigen können, mit dem ein No-Deal verhindert werden kann. Sonst sieht es schlecht aus - nicht nur für Pizza Hawaii.












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