13.04.2020 - 15:14 Uhr
SchmidgadenDeutschland & Welt

Brandbeobachter über der Oberpfalz unterwegs

Geschützt in der Pilotenkanzel: Luftbeobachter fliegen wieder - dieses Jahr mit Gesichtsmaske, Schutzanzug und Desinfektionsmittel.

Erinnert an eine Nasa-Mission: Gesichtsmaske und Schutzanzug gehören jetzt zur Ausrüstung der Oberpfälzer Luftbeobachter.
von Autor HOUProfil

Nichts ist momentan mehr so, wie es war. Außer der Trockenheit. Die kennen wird schon aus den letzten beiden Jahren - und auch heuer ist sie wieder da. Noch am Gründonnerstag hatten sich die Oberpfälzischen Luftbeobachter in Warteposition befunden, inzwischen hatte die Bezirksregierung erste Einsätze von Schmidgaden (Kreis Schwandorf) aus angeordnet.

Ostersonntag, 16 Uhr: Die erste Brandbeobachtungstour startet. Die sonst übliche Auftaktübung hatte wegen Corona ausfallen müssen. Gespenstische Ruhe auf dem Luftlandeplatz. Keine Gäste wie sonst an Ostern. Der Flugbetrieb ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Nur zwei machten sich zum Start fertig: Dieter Naber, Bezirkschef der Luftrettungsstaffel Bayern, und der Amberg-Sulzbacher Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Ein seit vielen Jahren eingespieltes Team. Naber als Pilot, Blödt in seiner Rolle als Luftbeoachter. Droben im Tower schaltete ein Kollege von ihnen den Funk an. Dieter Naber hatte einen klar vorgezeichneten Auftrag: Drei Stunden lang die gesamte Oberpfalz von hoch droben aus beobachten. Die Maschine vollgetankt, es konnte losgehen.

Es gab Eckpunkte an diesem warmen Frühlingstag: Das Vilstal hinab und hinauf in Richtung Weiherhammer. Danach bis Pressath, in weiter Schleife nach Rötz, über Bruck in westliche Richtung nach Parsberg, Berching und Neumarkt. Auch der Raum Regensburg blieb nicht ausgespart. Ein Tag mit klarer Sicht. Mit Funkkontakt zu den Integrierten Rettungsleitstellen (ILS) in Amberg, Weiden und Regensburg. Doch dieser Auftaktflug in der einmotorigen Cessna war auch für die erfahrenen Strategen Dieter Naber und Hubert Blödt ein Novum. Gesichtsmaske, Schutzanzug und Desinfektionsmittel gehören jetzt wohl auf längere Zeit zu ihrer Ausrüstung. "Wir müssen sehen, wie sich das alles weiter entwickelt", hat Dieter Naber vor dem Start gesagt. Dabei erschien ihm die Anmerkung wichtig: "Wir werden da sein, wenn es die Situation erfordert."

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